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5 Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie in der allgemeinen Diagnostik

RFID, Forschung und Diagnostik, RFID in der Diagnostik | 28 August 2017

Posted by Josh Miller

5 Einsatzmöglichkeiten der RFID-Technologie in der allgemeinen Diagnostik


Wie können RFID-Daten in der allgemeinen Diagnostik eingesetzt werden? Der Fantasie innovativer Gesundheitsexperten, die derzeit mit der Entwicklung neuer Diagnoseinstrumente befasst sind, sind keine Grenzen gesetzt. Zu den möglichen Einsatzbereichen zählen Authentifizierung, vorausschauende Instandhaltung, Qualitätssicherung, automatisierte Datenerfassung, die Nachverfolgung von Proben an verschiedenen Orten und cloudbasierte Dienste.


1. Authentifizierung

Die bei der Diagnostik verwendeten Reagenzien sind ein wichtiger Mehrwert für den Kunden und viele Spezialreagenzien und andere Verbrauchsstoffe sind geschützt und nur für die Verwendung mit bestimmten automatisierten Geräten konzipiert. Bei der Qualitätssicherung muss gewährleistet werden, dass unzulässige Reagenzien nicht mit einem Instrument verwendet werden, für das sie nicht vorgesehen sind. Mithilfe der RFID-Technologie kann der Betrieb unterbrochen werden, wenn unzulässige Reagenzien erkannt werden. Eine gängige Authentifizierungstechnik besteht darin, den Betrieb der geschützten Patrone mit dem Reagenz zu deaktivieren, sobald der Inhalt aufgebraucht ist. Viele RFID-Produkte bieten außerdem eine „Kill“-Funktion, die den Chip ausschaltet, wenn eine Manipulation erkannt wird, wodurch die Patrone unbrauchbar wird.

2. Vorausschauende Instandhaltung

Diagnosegeräte erfordern für gewöhnlich vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen durch Techniker und gelegentlich den Einbau von Ersatzteilen oder die Durchführung von Firmware-Aktualisierungen und Softwareänderungen. RFID kann bei der vorausschauenden Instandhaltung eingesetzt werden, um die Bediener an das Nachfüllen von Verbrauchsstoffen oder die Durchführung anderer Instandhaltungsmaßnahmen zu erinnern, die für die Optimierung der Systemleistung erforderlich sind. Dank der ständigen Verbesserung der Speicherkapazität und Funktionen von RFID-Transpondern sind diese inzwischen kritische Komponenten von automatisierten Geräten. Sie kommen immer häufiger zum Einsatz, um einen zuverlässigen Betrieb und minimale Stillstandszeiten zu gewährleisten und gewinnen somit für die Arbeit eines modernen Labors zunehmend an Bedeutung.

3. Qualitätssicherung und automatisierte Datenerfassung

Die „Lesefähigkeit“ der RFID-Transponder erweist sich bei der Qualitätssicherung als großer Vorteil, da sie zu verschiedenen Zeitpunkten der Lebensdauer eines Objekts das Schreiben von Daten auf den IC-Chip ermöglicht. Bei der Probennachverfolgung können das Datum und die Uhrzeit verschiedener Vorgänge und andere Faktoren wie Gewicht, Umweltparameter oder Zykluszeiten erfasst werden. Mit der RFID-Technologie ist es möglich festzustellen, ob Variablen außerhalb der erwarteten Grenzen liegen und Bediener auf drohende Ausfälle hinzuweisen.

Ein neues Einsatzgebiet der RFID-Technologie ist die kostengünstige Datenerfassung, bei der Labortechniker anhand von passiven oder „batteriebetriebenen“ Sensoren die Datenhistorie direkt auf dem RFID-Chip speichern und die entsprechenden Daten regelmäßig aktualisieren. Diese Möglichkeit erweist sich vor allem in naturwissenschaftlichen Anwendungen als nützlich, wo die Probenqualität stark von stabilen Umgebungsbedingungen bei der Lagerung und Verarbeitung abhängt. Der RFID-Speicher kann auch eingesetzt werden, um sicherzustellen, dass eine Probe innerhalb des vorgegebenen Temperaturbereichs gelagert wird, indem lediglich Abweichungen erfasst werden. Dabei werden die Daten nur dann auf den Chip geschrieben, wenn die Probe einer Temperatur außerhalb des vorgesehenen Bereichs ausgesetzt wird.

Die passive Temperaturerfassung durch RFID ist heute weit verbreitet. Auch Diagnoselabore greifen immer häufiger auf die kostengünstigen Sensoren zurück. Mit der Zeit werden voraussichtlich noch weitere RFID-Sensoren entwickelt, was neue Vorteile für die Welt der Diagnostik mit sich bringen wird. Die Datenhistorie kann mit einer entsprechenden App, welche die graphische Anzeige des Inhalts ermöglicht, einfach über das Smartphone abgerufen werden.

4. Probennachverfolgung

Die sich ständig ändernden Prozesse im Gesundheitswesen erfordern eine zuverlässige Probennachverfolgung und Dokumentenkontrolle an verschiedenen Standorten. Während Laborinformationssysteme die Laborprozesse einfach über die LIMS-Plattform abwickeln, gestaltet sich die Probennachverfolgung komplizierter, wenn die Prozesse an mehr als einem Ort stattfinden. Bei der Diagnosestellung direkt am Behandlungsort beispielsweise werden Blut- und Urinproben zunehmend außerhalb des Labors gewonnen und die Proben anschließend an spezielle Testeinrichtungen verschickt, wo weitere Diagnoseverfahren durchgeführt werden. In diesen Fällen kann die RFID-Technologie das Management der eingehenden Proben erheblich erleichtern. 

Bei der Versandabfertigung können zum Beispiel RFID-Lesegeräte eingesetzt werden, die den Inhalt der versandten Proben bestimmen, ohne dass ein Öffnen der Verpackung erforderlich ist. Somit kann auch eine zweite Einrichtung von den Vorteilen der Automatisierung profitieren. Häufig werden außerdem Begleitdokumente oder andere Gegenstände zu den Proben erstellt. Hier kann die RFID-Technologie sicherstellen, dass jedes Objekt zuverlässig erfasst wird. Dadurch kann die Abhängigkeit von der bislang verwendeten manuellen Abfertigung reduziert werden. Insgesamt bietet RFID ein wertvolles Instrument, um Fehler zu reduzieren und den Durchsatz bei der Diagnostik von Proben zu erhöhen, die an verschiedene Orte befördert werden.

5. Cloudbasierte Dienste

Die Möglichkeit, RFID-Kennzeichnungen mit dem Smartphone zu lesen, bietet den großen Vorteil, dass auch Daten aus cloudbasierten Dienten in das Diagnoseverfahren eingebunden werden können. Ein Wissenschaftler, der mit Gensequenzierungsprozessen befasst ist, benötigt beispielsweise Daten zu den im Labor verwendeten Verbrauchsstoffen, ohne sich allein auf die Lesegeräte und die Benutzeroberfläche des jeweiligen Instruments zu verlassen.

Einige Verbrauchsstoffe werden nicht mehr in einfachen Flaschen oder Behältnissen für geschützte Reagenzien aufbewahrt, sondern befinden sich in Patronen oder anderen Spezialgeräten mit begrenzter Lebensdauer, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen. Die Daten zu einem bestimmten Verbrauchsstoff können zum Teil im Arbeitsspeicher des RFID-Chips und zum Teil in einer cloudbasierten Datenbank gespeichert werden. Auf diese kann über ein Smartphone zugegriffen werden, das in der Lage ist, den Inhalt des Chips zu lesen und die Informationen aus der Datenbank anzuzeigen.

Solche cloudbasierten Dienste werden für Diagnosegeräte eine immer wichtige Rolle spielen und die wachsende Anzahl von Smartphones mit RFID-Nahfeldkommunikation wird zu einer Ausweitung des Angebots an kreativen Supportlösungen für Labore führen.

Das hohe Innovationstempo in der Gesundheitsdiagnostik führt zu technologischen Neuerungen, die dazu beitragen, die Effizienz zu steigern, Fehler zu reduzieren, Kosten zu senken und die Patientenresultate zu verbessern. Die Automatisierung im Labor wird diese Entwicklungen weiterhin unterstützen. Neue RFID-Komponenten, kostengünstige Sensoren, Smartphone-Benutzeroberflächen und Cloud-Computing bieten Diagnoselaboren eine ideale Grundlage, um ihre Prozesse zu verbessern und den Mehrwert für ihre Kunden zu steigern.

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Josh Miller

Josh Miller unterstützt Computype als Director of Healthcare Solutions. Durch seine langjährige Erfahrung in Projektmanagement und Entwicklung besitzt er umfassendes Know-how und wertvolle Einblicke in unserem Unternehmen sowie bei unseren Kunden. Josh leitet die Healthcare-Gruppe und bringt Innovationen auf den Weg, um sicherzustellen, dass wir stets die besten Lösungen anbieten.

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