3 Gründe, warum sich Ihre Kryo- und Tiefkühletiketten ablösen (mit einfachen Lösungen!)

3 Gründe, warum sich Ihre Kryo- und Tiefkühletiketten ablösen (mit einfachen Lösungen!)

Forschung & Diagnostik, Labware Beschriftung | 15 Juli 2019

Posted by Dave Harris

3 Gründe, warum sich Ihre Kryo- und Tiefkühletiketten ablösen (mit einfachen Lösungen!)

Die Kryokonservierung und Tiefkühlung von empfindlichen Proben kann eine große Herausforderung darstellen. Proben, die bei extremer Kälte aufbewahrt werden, müssen korrekt und sorgfältig gekennzeichnet werden, um ihre Integrität zu wahren. Es lässt sich jedoch nicht immer einfach verhindern, dass sich die Etiketten unter diesen aggressiven Bedingungen ablösen

Sowohl die Röhrchen als auch die Kryoetiketten Kryo- oder Tiefkühletiketten müssen Flüssigstickstoff bei Temperaturen von bis zu -196 Grad Celsius und aggressiven Laborchemikalien standhalten. Nicht alle Röhrchen und Fläschchen sind für diese rauen Bedingungen geeignet. Dies gilt natürlich umso mehr für die an der Außenseite der Gefäße angebrachten Etiketten und Barcodes.

Angesichts dieser Herausforderung werden wir oft gefragt: „Warum halten meine Kryoetiketten nicht?“.

Basierend auf unserer umfassenden Erfahrung als Barcode- und Etikettierexperten, die auf Kryoetiketten spezialisiert sind, wollen wir Ihnen drei Gründe vorstellen, warum sich Kryoetiketten häufig von Ihren Röhrchen und Fläschchen ablösen.


Problem Nr. 1: Die Etiketten werden auf eine gefrorene Oberfläche aufgebracht

Kryoetiketten sind für extreme Kälte und Frost konzipiert. Das heißt jedoch nicht, dass sie auf eine beliebige Oberfläche aufgebracht werden können. Viele Kryoetiketten, die laut Beschreibung für gefrorene Proben geeignet sind, haften zwar anfangs, verursachen jedoch in späteren Prozessschritten Probleme, wenn die Gefäßoberfläche nicht entsprechend präpariert wird.

Beim Einfrieren bildet sich eine Frostschicht auf der Oberfläche des Gefäßes. Grundsätzlich kann auf den festen Frost ein Etikett aufgeklebt werden. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen. Wenn Sie nämlich ein Etikett auf ein gefrorenes Gefäß aufbringen, verbindet sich dieses nicht direkt mit dem Behältnis, sondern mit der Frostschicht. Das bedeutet, dass zwischen dem Etikett und dem Probengefäß eine Wasserschicht vorhanden ist. Wenn diese schmilzt, verliert der Klebstoff seine Haftung und das Etikett kann abfallen.

Lösung:


Die einfachste Lösung für dieses Problem besteht darin, das Röhrchen bzw. Fläschchen vor der Aufbringung des  Etiketts abzuwischen. Dadurch wird das Wasser entfernt, bevor die Probe wieder konserviert wird. Das Etikett haftet somit auf einer trockenen Oberfläche und löst sich nicht so leicht ab.

Ein weiterer Trick besteht darin, Kryoetiketten zu beschaffen, die ganz um das Röhrchen oder Gefäß herum gewickelt werden können, sodass der Klebstoff an sich selbst haftet und die Haftung nicht mehr nur von der Oberfläche des kalten Behälters abhängt. Auch dies verringert die Wahrscheinlichkeit des Ablösens, da das Etikett nicht mehr nur auf einer gefrorenen Oberfläche klebt.

Cryo Label

Problem Nr. 2: Ihre Kryo- oder Tiefkühletiketten sind nicht speziell für Ihre Anwendung konzipiert

Das Verhalten von Kunststoff verändert sich abhängig von den Umgebungsbedingungen. Beim Einfrieren neigt das Material beispielsweise dazu, zu schrumpfen und steif zu werden. Diese Veränderungen hängen unter anderem auch von der Art des Kunststoffs ab. Manche Kunststoffe schrumpfen schneller als andere, auch wenn exakt dieselben Bedingungen vorliegen. Das bedeutet, dass Ihre Etiketten und Ihre Kryogefäße bei der Konservierung unterschiedliche Veränderungen durchlaufen.

Wenn Etiketten eingefroren werden, versuchen Sie automatisch, wieder ihre ursprüngliche flache Form anzunehmen. Dies wird dann zum Problem, wenn die Etiketten vor dem Einfrieren auf runde Probengefäße aufgebracht werden. Die Etiketten versteifen sich und werden flacher, was unter Umständen dazu führen kann, dass sich die Ränder von der Oberfläche der Röhrchen oder Fläschchen ablösen. Bei konischen Röhrchen und Fläschchen verstärkt sich dieses Problem aufgrund der Krümmung des trichterförmigen Bodens.

Außerdem kann das Schrumpfen der Kunststoffbehälter die Haftung der Etiketten beeinträchtigen. Wenn das Material, aus dem das Gefäß besteht, stärker schrumpft als das Etikettenmaterial, dann kann sich das Etikettenmaterial von der Probe abheben, wodurch der Klebstoff von der Oberfläche des Gefäßes gezogen wird. Dies kann zum Reißen, Verzerren und Verlust der Haftung des Etiketts führen.

Lösung:


Beziehen Sie Ihre Kryoetiketten bei einem Hersteller, dessen Obermaterial und Klebstoff so flexibel und kältebeständig sind, dass sie auch extremen Lagerbedingungen standhalten. Gegebenenfalls bietet Ihr Lieferant auch Lösungen an, die nicht auf selbstklebenden Etiketten beruhen, wie zum Beispiel die Direct-Mark-Kennzeichnung, sodass Sie sich keine Gedanken mehr über Etikettenmaterialien oder Klebstoffe machen müssen. Wir bei Computype bieten die Direct-Mark-Kennzeichnung im Rahmen unseres Outsourcing-Programms Ready Labware Services an.

Sie sollten immer sicherstellen, dass Ihr Etikettenlieferant alle besonderen Bedingungen kennt, denen Ihre Proben ausgesetzt sind. Nur so kann er die Etiketten exakt auf Ihren Bedarf abstimmen.

 

Problem Nr. 3: Die Etiketten werden auf ein warmes Röhrchen aufgebracht

Doch nicht nur bei der Aufbringung von Etiketten auf zu kalte Röhrchen kann es zu Problemen kommen. Auch zu warme Gefäße können zur Ablösung der Etiketten führen. Kunststoff schrumpft beim Einfrieren und dehnt sich im warmen Zustand aus. Wenn ein warmes Röhrchen also tiefgekühlt wird, schrumpft es stärker als ein Gefäß, das kalt ist oder Umgebungstemperatur hat.

Wenn Sie ein Etikett mit Umgebungstemperatur auf ein warmes Röhrchen aufbringen, schrumpfen beide Materialien gleichzeitig, jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und unterschiedlich lange. Dies kann dazu führen, dass der Klebstoff von der Oberfläche der Probe abgerissen wird, da ein Material schneller schrumpft als das andere oder sich das Röhrchen weiter verkleinert, während das Etikett bereits aufgehört hat zu schrumpfen.

Lösung:


Eine einfache Lösung für dieses Problem besteht darin, den Frost von kalten Proben abzuwischen, bevor die Etiketten aufgebracht werden. Auf diese Weise schrumpft zwar das Etikett auf dem Gefäß, das Gefäß behält jedoch seine Größe bei und die Menge des betroffenen Klebstoffs wird minimiert.

Wenn Ihre Etiketten bei der Einlagerung bereits gekennzeichnet sind, sollten Sie eine Etikettierstrategie in Betracht ziehen, die von Temperaturveränderungen unabhängig ist. In solchen Fällen empfehlen wir die Verwendung von Rundum-Etiketten oder eine Direct-Markt-Kennzeichnung. Rundum-Etiketten haften nicht nur am Gefäß, sondern auch an der anderen Seite des Etiketts selbst. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Klebstoff ablöst. Bei der Direct-Mark-Kennzeichnung wird überhaupt kein Klebstoff benötigt, da das Bild direkt auf das Gefäß aufgebracht wird.

 

Wenn Sie Probleme mit sich ablösenden Kryoetiketten haben, sollten Sie zunächst einmal überlegen, ob Sie bei der Aufbringung alles richtig machen und sich dann die Frage stellen, ob Sie die richtigen Etiketten für Ihre Prozesse verwenden. Wenn die Probleme fortbestehen, kontaktieren Sie Ihren Lieferanten, legen Sie Ihre Prozesse dar und fragen Sie nach einer besseren Lösung. Wenn Sie mehr über das Kryoangebot von Computype erfahren wollen, informieren Sie sich über unsere Kryoetiketten im Rahmen von Ready Labware Services oder rufen Sie uns an!

Kontaktieren Sie unser Vertriebsteam noch heute >

Beteiligen Sie sich an der Diskussion

0 Kommentare

Dave Harris

Mit Sitz in Chicago, IL, ist seit über 23 Jahren bei Computype in verschiedenen Vertriebs- und Führungspositionen tätig.Als unser Vize-Präsident für Strategische Kunden arbeitet Dave mit Kunden auf der ganzen Welt zusammen, um sicherzustellen, dass konkrete und beständige geschäftliche Vorteile realisiert werden. Mit dem Fokus auf Kosteneinsparungen, betriebliche Effizienz und Prozessoptimierung besteht Daves Aufgabe darin, Kunden dabei zu helfen, den größtmöglichen Nutzen aus ihrer Investition in die automatisierte Identifikation zu erzielen. In seiner Freizeit spielt Dave gerne Golf, schaut Filme und verbringt Zeit mit seinem Hund Yukon im Grünen.

Vertrauenswürdige Partner
EPSON
ZEBRA
NiceLabel
cab

Computype

 

© Computype 2020 Alle Rechte vorbehalten.
Bitte sehen Sie unsere Datenschutzrichtlinie, Nutzung von Cookies, Geschäftsbedingungen
Sitemap