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Welche Rolle spielen Etiketten und Barcodes bei der Reifenfertigung?

Reifen | 7 Januar 2019

Posted by Simon Boddy

Welche Rolle spielen Etiketten und Barcodes bei der Reifenfertigung?

Etiketten und Barcodes sind bei der Reifenfertigung unverzichtbar. Da über diesen Aspekt der Reifenfertigung nur selten gesprochen wird, fragen Sie sich vielleicht: „Warum sind Barcodes und Etiketten überhaupt nötig?“. Die Antwort ist, dass eine zuverlässige Kennzeichnung Ihren Prozess ergänzt, indem sie die erforderliche Qualität und Rückverfolgbarkeit gewährleistet.

Barcodes, Barcodes, Barcodes… was ist daran so interessant? Es ist ganz einfach: Barcodes geben Ihrem Betrieb die Möglichkeit, alle beweglichen Teile und Komponenten bei der Reifenherstellung (und es gibt viele davon) vom Anfang bis zum Ende nachzuverfolgen.

Im Folgenden stellen wir die sechs Prozessschritte im Einzelnen vor und erläutern, in welchen Phasen Barcode-Etiketten unverzichtbar sind:

 

1. Mischen

In der ersten Phase des Reifenfertigungsprozesses werden Rohstoffe wie Schwefel, Kautschuk und Ruß miteinander vermischt, um die Gummimischung herzustellen, aus dem der Reifen letztendlich besteht. Wenn bereits hier eine Rückverfolgung benötigt wird, können sogenannte Melt-in-Labels verwendet werden.

2. Kalandrieren

 Barcode-WulstetikettenBeim Kalandrieren pressen Walzwerke die Mischung zu Platten, aus denen die Reifen gefertigt werden. In dieser Phase können bereits Vulkanisierte Reifenetiketten zum Einsatz kommen, da einige Betriebe eine Etikettierung der flachen Platten vor der Formung des Materials bevorzugen. Eine frühzeitige Rückverfolgung ist durchaus zu empfehlen, um ein zuverlässiges Tracking über die gesamte Lebensdauer des Reifens zu gewährleisten.

Computype befürwortet die Implementierung eines automatisierten Etikettiersystems aus verschiedenen Gründen. Zum einen erlauben Etikettiermaschinen eine präzise Positionierung der Etiketten. Dies trägt entscheidend zur Verschlankung des Fertigungsprozesses bei, da in einer späteren Prozessphase das automatische Scannen an einer standardisierten Stelle auf dem Reifenwulst erfolgen kann. Zudem reduziert eine automatisierte Etikettierungslösung den Personalaufwand und Ausschuss im Betrieb, Fehler werden vermieden und der Prozess kann ungestört ablaufen. Darüber hinaus führt die durch die Automatisierung erzielte Standardisierung und Rationalisierung zu einer erheblichen Steigerung des Durchsatzes.

3. Bauen

In der eigentlichen Bauphase werden die Platten um eine Trommel und über den Wulst geformt, um die runde Form eines Rohreifens herzustellen. Wenn der Reifenwulst in der Kalandrierphase noch nicht etikettiert wurde, erfolgt die Kennzeichnung in diesem Schritt.

4. Härten

Beim Härten werden die Rohrreifen auf einer ballonartigen Schablone platziert. Anschließend werden die Ballone mit Dampf „aufgeblasen“ und der Reifen wird durch Druck und Hitze geformt. An dieser Stelle ist es entscheidend, dass das Etikett korrekt auf dem Reifenwulst platziert wurde, damit es nach der Formung gut zugänglich ist. Dies ermöglicht eine zuverlässige Nachverfolgung in allen weiteren Phasen des Fertigungsprozesses.

5. Endbearbeitung

Nach dem Abkühlen wird in der Endbearbeitungsphase die Qualität des geformten Reifens überprüft. Mithilfe von Sensoren wird zudem sichergestellt, dass der Reifen in einer geraden Linie läuft. In dieser Phase des Prozesses ist das Wulstetikett von entscheidender Bedeutung: Wenn der Reifen nicht alle Qualitätskriterien erfüllt, kann das Problem anhand des Wulstetiketts auf seine Ursache zurückverfolgt und behoben werden.

6. Vertrieb

 das LaufflächenetikettSchließlich ist der Fertigungsprozess abgeschlossen und der Reifen wird an den Groß- oder Einzelhandel bzw. an ein Lager versandt. Hier kommt das andere wichtige Reifenetikett zum Einsatz: das Laufflächenetikett.

Die Laufflächenetiketten werden vor dem Vertrieb für jeden einzelnen Reifen gedruckt. Sie ermöglichen die Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften zur Verbraucherinformation sowie eine visuelle Darstellung Ihrer Marke, um beim Händler Kunden anzuziehen. Wulst- und Laufflächenetikett stehen in einem direkten Zusammenhang zueinander: Das Barcode-Etikett auf dem Reifenwulst verbleibt während des gesamten Fertigungsprozesses auf dem Reifen. Wenn der Reifen fertig ist, wird das Wulstetikett gescannt, um anhand der darauf enthaltenen Informationen das zugehörige Laufflächenetikett zu drucken.

Ebenso wie bei der Wulstkennzeichnung empfiehlt Computype, auch bei der Laufflächenetikettierung auf ein automatisiertes System zu setzen. Mit Chromaffix bietet Computype ein All-in-One-System zur Automatisierung von Etikettendruck und -aufbringung an. Es vereint alle Elemente der Laufflächenkennzeichnung in einem einzigen System und nutzt die auf dem Wulstetikett enthaltenen Informationen, um das zugehörige Laufflächenetikett zu drucken. Das Ergebnis ist ein Maximum an Präzision. Durch die Einsparung von manueller Arbeitskraft und die Reduzierung von Fehlern bei der manuellen Laufflächenetikettierung zahlt sich die Investition typischerweise in weniger als einem Jahr aus.

5 Tipps, wie Sie mit einer automatischen Reifenetikettierung Geld sparen können

Etiketten und Barcodes haben sich bewährt, um den komplizierten Reifenfertigungsprozess durch eine zuverlässige Nachverfolgung zu unterstützen. Jetzt dass Sie wissen, welche Rolle Etiketten und Barcodes bei der Reifenfertigung spielen, haben wir noch einen letzten Tipp für Sie: Beziehen Sie Ihre Barcodes und Etiketten aus einer Hand!

Dies bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich und ermöglicht es Ihnen, die Prozesse und Lieferkette Ihres Reifenwerks noch schlanker zu gestalten. Zum einen reduzieren Sie Verwaltungsaufwand und Kosten, wenn Sie Ihren gesamten Tracking- und Kennzeichnungsbedarf einem einzigen Lieferanten anvertrauen. Wenn Sie einen Ansprechpartner bei einem renommierten Anbieter haben, können Sie zudem Ihre Erwartungen besser kommunizieren. Zum anderen profitieren Sie auf diese Weise von garantiertem Service und Support für ein in sich geschlossenes Kennzeichnungssystem. Bei Problemen oder Hindernissen beantwortet der Lieferant Ihre Fragen, auch wenn diese verschiedene Phasen des Kennzeichnungsprozesses betreffen.

Hier erfahren Sie, welche Rolle Barcodes und Etiketten bei der Reifenfertigung spielen Infografik herunterladen

Simon Boddy

Simon Boddy ist Global Product Manager in der Industriesparte von Computype. Er ist an unserem britischen Standort tätig und arbeitet eng mit vielen globalen Reifenherstellern zusammen, um ihre Prozesse zu verbessern und eine präzise Laufflächen- und Wulstkennzeichnung zu gewährleisten. Erst vor Kurzem war Simon maßgeblich an der Einführung des neuen Laufflächenetikettiersystems Chromaffix beteiligt.

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