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    RFID-Frequenzen: niedrig, hoch und ultrahoch: Was steckt dahinter?

    RFID-Frequenzen: niedrig, hoch und ultrahoch: Was steckt dahinter?

    RFID 1x1 | 3 Oktober 2017

    Posted by Josh Miller

    RFID-Frequenzen: niedrig, hoch und ultrahoch: Was steckt dahinter?


    Bei Computype gehen regelmäßig Anfragen zu den verschiedenen RFID-Frequenzen ein. Dies ist verständlich, da die Frequenz bei der Entscheidung über die Anschaffung eines RFID-System eine wichtige Rolle spielt. Im Folgenden stellen wir die Grundlagen der RFID-Frequenzen vor, um Sie bei Ihrer Entscheidung zu unterstützen. Bevor Sie eine RFID-Lösung in Betracht ziehen (und testen!) ist es wichtig, die jeweilige Anwendung zu bestimmen. Dies empfiehlt sich unter anderem aufgrund der besonderen Eigenschaften, die RFID-Labels mit sich bringen.

    Diese Eigenschaften hängen von der Art der Etiketten und der verwendeten Frequenz ab. In diesem Blogbeitrag sind die Frequenzen und einige Verhaltensweisen der zugehörigen Etiketten näher beschrieben. Zunächst soll jedoch erläutert werden, was der Begriff „Frequenz“ eigentlich bedeutet. 

    Low, High, and Ultra High Frequencies in RFID What's the Difference


    Was ist eine „Frequenz“?

    Betriebsfrequenzen werden für gewöhnlich in Hertz (normalerweise in Kilo- oder Megahertz) angegeben. Ein Hertz ist die Standardeinheit eines Wellenzyklus (in diesem Fall Funkwellen). Wenn Sie sich eine Welle im Ozean vorstellen, die einen Höhepunkt und einen Tiefpunkt aufweist, misst ein Hertz die Welle ausgehend vom Mittelpunkt des Wellenanfangs, über den Höhepunkt und den Tiefpunkt, bis zurück zum Mittelpunkt. Wenn die Welle den Höhe- und den Tiefpunkt durchlaufen hat und wieder beim Mittelpunkt ankommt, ist ein Zyklus abgeschlossen.

    Die Frequenz bezeichnet die Anzahl der Zyklen, die eine Welle in einer Sekunde durchläuft. Eine Welle, die einen Zyklus pro Sekunde durchläuft, hat somit 1 Hertz. Ein Hochfrequenz-Etikett mit einer Betriebsfrequenz von 13,56 MHz (Megahertz) strahlt also eine Welle aus, die 13.560.000 Zyklen pro Sekunde durchläuft. 

    Die Hochfrequenz ist eine von drei Frequenzebenen. Daneben gibt es noch die Niederfrequenz und die Ultrahochfrequenz. Nachdem der Begriff der Frequenz nun geklärt ist, wollen wir im Folgenden die einzelnen Frequenzarten und ihre typischen Anwendungsgebiete näher bestimmen.

    Frequenz- 
    art

    Frequenz-
    bereich

    Vorteile

    Nachteile

    Einsatzgebiete

    Niederfrequenz

    125-134 Kilohertz

    Übertragung durch RFID-opake Materialien

    Langsamere Datenübertragung

    Geringer Leseabstand

    Tierkennzeichnung

    Zugangskontrolle

    Hochfrequenz

    13,56 Megahertz

    Große Bandbreite an Übertragungsraten und Leseabständen

    Teilweise Übertragung durch RFID-opake Materialien

    NFC

    Mögliche Störung durch RFID-opake Materialien

    Smartphones

    Tracking einer Vielzahl von Objekten

    Ultrahochfrequenz

    860-960 Megahertz

    Extrem großer Leseabstand

    Hohe Datenübertragungsraten

    Starke Beeinträchtigung durch RFID-opake Materialien

    Bestandsverfolgung

    Logistik

    Zeitmessung

     

    Niederfrequenz-Etiketten

    Niederfrequenz-Etiketten („LF“-Etiketten) arbeiten für gewöhnlich mit 125–134 Kilohertz. Sie weisen im Allgemeinen niedrigere Datenübertragungsraten auf als Hochfrequenz- oder Ultrahochfrequenz-Tags. Außerdem erfordert der Frequenzbereich, dass sich das Objekt nahe am Lesegerät befindet (i. A. einige Zentimeter entfernt) und sich nicht zu schnell bewegt, um die auf dem Tag gespeicherten Daten zu übertragen. Aufgrund des Strebens nach einer schnelleren Datenübertragung und mehr Komfort beim Scannen ist die Verwendung der Niederfrequenz-RFID rückläufig. Dennoch weist die Technologie einige entscheidende Vorteile auf. Niederfrequenz-Tags werden durch RFID-opake Materialien wie Wasser oder Metalle nicht so leicht gestört.

    Aufgrund der Fähigkeit zur Datenübertragung durch ansonsten RFID-opake Materialien eignet sich diese Produktkategorie zum Beispiel zur Kennzeichnung von Objekten mit hohem Wassergehalt oder wenn ein enges Zusammenwirken mit Metall erforderlich ist. Da die Niederfrequenz Flüssigkeiten durchdringt, kann sie zur Kennzeichnung von Tieren oder sogar Obst eingesetzt werden. Auch Zugangskontrollsysteme fallen unter diese Kategorie.

    Hochfrequenz-Etiketten

    RFID ReagentHochfrequenz-Etiketten („HF“-Etiketten) arbeiten mit einer Frequenz von 13,56 Megahertz. Aufgrund ihrer großen Vielfalt an Datenübertragungsraten, Speicherkapazitäten und Leseabständen (von wenigen Millimetern bis hin zu Metern) sind so etwas wie das „Schweizer Taschenmesser“ der RFID.

    HF-Tags können ebenfalls in Verbindung mit Wasser eingesetzt werden und eigenen sich beispielsweise zur Kennzeichnung von Flaschen oder Phiolen, die Flüssigkeit enthalten. Die Anzahl der verfügbaren Tag-Größen und Speicherkombinationen ist nahezu unbegrenzt, sodass nahezu jeder Anwendungsbereich abgedeckt wird. Das HF-Protokoll für Nahfeldkommunikation (NFC) ermöglicht zudem die Kommunikation mit den Tags über das Smartphone.

    Aufgrund dieser Vorteile eignen sich HF-Tags für eine Vielzahl von Anwendungen. Vom Reagenzien-Tracking bis hin zum mobilen Bezahlen: Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt! Aufgrund der Fähigkeit zur Kommunikation mit dem Smartphone erfreut sich die Technologie auch im Marketing immer größerer Beliebtheit. Dabei geht es vor allem darum, digitale Interaktionen mit der physischen Welt zu verknüpfen. 

    Ultrahochfrequenz-Etiketten

    Die meisten UHF-Systeme arbeiten mit einer Frequenz von 860 bis 960 Megahertz. Die Leseabstände für UHF-Tags werden für gewöhnlich in Zentimetern bzw. Metern gemessen. Während sich die Technik hervorragend für eine schnelle Kennzeichnung aus großer Entfernung eignet, ist sie jedoch anfällig für Störungen durch Flüssigkeiten. Aufgrund des großen Leseabstands, der niedrigeren Kosten sowie der schnellen Datenübertragung von UHF-Plattformen kommt die Technologie vor allem in der Industrie und in Betrieben, die Ihre Logistik verbessern wollen, zum Einsatz.

    Doch nicht nur Lager und Labore verwenden UHF-Tags. Auch im Sport wird oft auf Ultrahochfrequenz zurückgegriffen, um bei Wettkämpfen die Zeit zu messen oder um den Ticket-Verkauf bei teuren Veranstaltungen nachzuverfolgen.

     

    Wie Sie sehen, stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung und dies sind nur einige von vielen Beispielen für die Funktionsweise der verschiedenen Etikettenfrequenzen. Daher empfiehlt es sich, mit einem Lösungsanbieter zusammenzuarbeiten, der Ihnen dabei hilft, die richtige Lösung für Ihre Anwendung zu finden. 

     

    Sie wollen wissen, was der Unterschied zwischen passiven, halbpassiven und aktiven Tags ist?

    Dann lesen Sie unseren Blog!

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    Josh Miller

    Josh Miller unterstützt Computype als Director of Healthcare Solutions. Durch seine langjährige Erfahrung in Projektmanagement und Entwicklung besitzt er umfassendes Know-how und wertvolle Einblicke in unserem Unternehmen sowie bei unseren Kunden. Josh leitet die Healthcare-Gruppe und bringt Innovationen auf den Weg, um sicherzustellen, dass wir stets die besten Lösungen anbieten.

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