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RFID-Glossar: 40 RFID-Begriffe, die Sie kennen sollten

RFID-Glossar: 40 RFID-Begriffe, die Sie kennen sollten

RFID 1x1 | 8 April 2019

Posted by Josh Miller

RFID-Glossar: 40 RFID-Begriffe, die Sie kennen sollten

Die RFID-Technologie ist überall auf der Welt auf dem Vormarsch. Angesichts der zunehmenden Anzahl von Anwendungen steigt auch das Interesse dafür, was es mit der Technologie auf sich hat und wie sie genau funktioniert. Da RFID ein sehr weites Feld ist, fühlen Sie sich aufgrund der vielen Begrifflichkeiten vielleicht so, als müssten Sie eine völlig neue Sprache lernen.

Wir bei Computype arbeiten bei der Entwicklung von RFID-Lösungen eng mit unseren Kunden zusammen. Über die Jahre haben wir umfassende Erfahrung und Know-how auf dem Gebiet erworben, das wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Egal, ob Sie Ihren Produktionsprozess komplett umstellen oder ob Sie lediglich wissen wollen, wie Ihre kontaktlose Kreditkarte funktioniert: Wir hoffen, dass unser RFID-Glossar keine Ihrer Fragen unbeantwortet lässt.

A

Abfragesystem

Eine andere Bezeichnung für Lesegerät oder Scanner, den Teil eines RFID-Systems, der ein Tag oder einen Transponder ausliest.

Aktiv

Wie alle RFID-Etiketten besitzen aktive Tags einen integrierten Schaltkreis und eine Antenne. Im Gegensatz zu passiven Tags verfügen sie außerdem über einen eingebauten Sender sowie über eine Batterie. Die Batterie kann bestimmte Zusatzfunktionen unterstützen, etwa integrierte Sensoren, größere Leseabständen und eine höhere Datenkapazität. Aktive Tags sind aufgrund der zusätzlichen Bauteile meist relativ groß. Je mehr Funktionen sie besitzen, desto kürzer ist die Laufzeit der Batterien.

Antenne

Der Begriff „Antenne“ kann im Zusammenhang mit RFID zwei Bedeutungen haben.

Zum einen bezeichnet er die in das Tag integrierte Antenne. Sie dient dazu, die auf dem Chip gespeicherten Daten auf das Lesegerät zu übertragen. Beim Blick auf ein RFID-Tag erkennt man die Antenne an den silber- oder kupferfarbenen Drahtspulen, die spiralförmig um den Rand des Tags angeordnet sind und auf einen Punkt in der Mitte zulaufen.

Die zweite Definition bezieht sich auf die Antenne im Lesegerät. Diese sendet Funkwellen an das Tag, um es zu aktivieren. Sie wird auch als Leseantenne bezeichnet.

C

Chip

Der Chip ist die Komponente eines RFID-Tags, auf der die Daten gespeichert werden. Der Chip ist mit der Antenne verbunden, sodass die darauf gespeicherten Daten von einem Lesegerät erfasst werden können. 

D

Datenübertragungsrate

Die Datenübertragungsrate bezieht sich auf die Anzahl der Zeichen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums von einem RFID-Tag an ein Lesegerät übertragen werden können.

E

Elektromagnetische Störung (EMI)

Eine elektromagnetische Störung tritt auf, wenn Funkwellen, die von einem Gerät ausgehen, die Wellen eines anderen Geräts stören. Drahtlose Internetverbindungen, Mobilfunk und sogar einige Automatisierungsgeräte können sich negativ auf die Lesbarkeit von RFID-Tags auswirken.

Empfänger

Der Empfänger ist der Teil des Lesegeräts, der die vom Tag übertragenen Daten empfängt.

F

Fernfeldkommunikation

Tags, die weiter als eine Wellenlänge vom Lesegerät entfernt sind, befinden sich im Fernfeldbereich. Ultrahochfrequenz-Tags kommunizieren im Fernfeld. Dies ermöglicht einen größeren Leseabstand als bei Nieder- und Hochfrequenz-Tags.

Frequenz

Die Frequenz bezeichnet die Anzahl der Zyklen, die eine Welle z.B. Eine Funkwelle, in einer Sekunde durchläuft. Sie wird im Allgemeinen in Hertz, meist in Kilo- oder Megahertz, gemessen. Eine Welle, die einen Zyklus pro Sekunde durchläuft, hat somit 1 Hertz. Ein Zyklus ist der Weg vom Mittelpunkt einer Welle bis zum Mittelpunkt der nächsten Welle. RFID ist in drei Frequenzebenen verfügbar:

Niederfrequenz-(LF)-RFID

Niederfrequenz-Tags sind im Allgemeinen Tags, die mit 125–134 Kilohertz arbeiten. Sie weisen meist eine langsamere Datenübertragungsrate und eine kürzere Lesereichweite auf. Die Leseabstände bei der Niederfrequenz-RFID werden für gewöhnlich in Zentimetern oder in Zoll gemessen. Außerdem sind Niederfrequenz-Tags in der Lage, Daten durch RFID-opake Materialien zu übertragen.

Hochfrequenz-(HF)-RFID

Hochfrequenz-(HF)-Tags arbeiten immer mit einer Frequenz von 13,56 Megahertz. Aufgrund ihrer hohen Datenübertragungsrate, vielfältigen Speicherkapazität und großen Lesereichweite kommen sie in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz. Hochfrequenz-Tags können ebenfalls in der Nähe von RFID-opaken Materialien betrieben werden.

Ultrahochfrequenz-(UHF)-RFID

Die meisten Ultrahochfrequenz-Systeme arbeiten mit 860 bis 960 Megahertz. Diese Tags kommen meist dann zum Einsatz, wenn Objekte aus großer Entfernung überwacht werden sollen. Der Leseabstand für UHF wird normalerweise in Fuß oder Metern gemessen. Außerdem sind UHF-Tags für eine extrem schnelle Datenübertragung bekannt. Im Gegensatz zu Nieder- und Hochfrequenz-Tags weisen Ultrahochfrequenz-Tags nur eine sehr geringe Toleranz gegenüber RFID-opaken Materialien auf.

H

Halbpassiv

Halbpassive Tags besitzen im Normalfall keinen integrierten Sender. Sie verwenden jedoch eine Batterie, um den integrierten Schaltkreis und den Empfänger mit Strom zu versorgen. Außerdem können Sie Zusatzfunktionen wie etwa die Aufzeichnung der Sensordaten unterstützen.

I

Inlay

Das Inlay ist der RFID-Anteil eines RFID-Tags. Es enthält den Chip und die Antenne, die an einem Substrat befestigt sind.

Integrierte Batterie

Die am Tag befestigte integrierte Batterie dient zur Stromversorgung. Halbpassive und aktive RFID-Tags erfordern eine Batterie, da sie entweder mit Strahlungskopplung arbeiten oder über Zusatzfunktionen verfügen, die einen vom Lesegerät unabhängigen Betrieb notwendig machen.

Integrierter Sender

Der Sender dient in aktiven Tags dazu, das Signal ausgehend vom Lesegerät zu übertragen, anstatt es zum Lesegerät zurück zu reflektieren. Aus diesem Grund besitzen aktive Tags eine größere Lesereichweite.

Integrierte Sensoren

Ein RFID-Tag besitzt integrierte Sensoren, um umgebungsbedingte Störungen, wie Temperaturschwankungen, Lichteinstrahlung und laute Geräusche, zu erkennen und aufzuzeichnen.

Integrierter Schaltkreis

Dies ist lediglich eine andere Bezeichnung für den Chip, die Komponente des RFID-Tags, auf der die Daten gespeichert werden.

IoT

Abkürzung für Internet of Things (Internet der Dinge). Das Internet der Dinge ist eine Zukunftsvision, die besagt, dass eines Tages alle elektrischen Geräte mit dem Internet verbunden sein werden. In diesem Zukunftsszenario können nicht mehr nur Menschen untereinander, sondern auch Menschen mit Gegenständen und Gegenstände untereinander interagieren.

K

Konzentrator

Ein Konzentrator ist ein Gerät, das mehrere RFID-Lesegeräte miteinander verbindet und Daten von diesen sammelt. Im Normalfall filtert der Konzentrator für unwichtig befundene Informationen aus und überträgt die wichtigen Daten an einen Host-PC.

Kopplung

Die Kopplung verbindet ein Lesegerät mit einem Tag, sodass das Tag vom Lesegerät erkannt wird und Informationen abgerufen werden können. Es gibt zwei Arten von Kopplungen:

Induktive Kopplung

Die auch als magnetische Kopplung bezeichnete induktive Kopplung erfolgt, wenn sich das Lesegerät und das Tag innerhalb der Lesereichweite befinden. Wenn dies der Fall ist, erzeugt das Lesegerät ein Magnetfeld und überträgt Strom über die Antenne des Tags. Dadurch wird das Tag mit Strom versorgt und ermöglicht die Datenübertragung.

Strahlungskopplung

Die bisweilen auch als Rückstreuung bezeichnete Strahlungskopplung beginnt, wenn das Lesegerät elektromagnetische Wellen ausstrahlt. Wenn sich das Tag innerhalb der Reichweite des Lesegeräts befindet, erfasst es die Wellen und reflektiert sie zurück an das Lesegerät. Tags mit Strahlungskopplung ermöglichen in der Regel besonders große Leseabstände und erfordern häufig den Einsatz von aktiven RFID-Tags (Tags mit Batterien). 

Mehr Informationen zur Kopplung und zur Beziehung zwischen Tag und Lesegerät >

L

Leseantenne

Die Antenne am Lesegerät, die Funkwellen an das Tag sendet, um es zu aktivieren.

Lesegerät

Ein Lesegerät besteht aus zwei Teilen: der Leseantenne und dem Empfänger. Das Lesegerät aktiviert das Tag und bezieht und übersetzt die darauf gespeicherten Daten in eine für das menschliche Auge lesbare Form.

Leserate

Die Leserate ist die Anzahl der Tags, die ein Lesegerät innerhalb eines bestimmten Zeitraums lesen kann.

Lesereichweite

Die Lesereichweite ist der maximale Abstand von einem Lesegerät, innerhalb dessen ein Tag lesbar ist.

Lesevorgang

Auf die Kopplung folgt der Lesevorgang. Wenn die Kopplung zwischen einem Tag und einem Lesegerät hergestellt ist, bezieht und übersetzt das Lesegerät die auf dem Tag gespeicherten Daten.

N

NFC

NFC steht für Near Feld Communication (Nahfeldkommunikation), die Technologie, die es Smartphones ermöglicht, über RFID mit Lesegeräten zu interagieren. Mithilfe der NFC können Smartphone-Benutzer zum Beispiel Zahlungen tätigen oder Gutscheine einlösen, indem sie ihr Mobiltelefon vor einem Lesegerät hin- und her bewegen.

P

Passiv

Passive Tags erfordern keine integrierte Batterie, sondern werden bei der induktiven Kopplung über das Lesegerät mit Strom versorgt. Darüber hinaus besitzen diese Tags keinen zusätzlichen Datenspeicher und können somit weniger Daten speichern als halbpassive und aktive Tags. Da sie über weniger Zusatzfunktionen verfügen, besitzen diese Tags eine längere Lebensdauer.

R

Read-Write-Tag

Dieser Begriff bezeichnet wiederbeschreibbare Tags. Read-Write-Tags können auf verschiedene Weise verwendet werden und finden sich häufig auf Mehrwegbehältern oder Objekten, die während eines Prozesses nachverfolgt werden.

RFID

RFID steht für Radio Frequency Identification, d. h., eine auf Funkwellen basierende Kennzeichnungsmethode. Die RFID-Technologie erfordert ein Tag und ein Lesegerät. Das Lesegerät verbindet sich mit dem Tag und ruft die auf dem Chip gespeicherten Daten in Form von Funkwellen über eine Antenne ab.

RF-opak

RF-opak bezeichnet ein Material, das für Funkwellen undurchlässig ist. Dazu zählen zum Beispiel Flüssigkeiten und Metalle.

RF-transparent

RF-transparent bezeichnet ein Material, das für Funkwellen durchlässig ist.

Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen von verschiedenen Materialien auf die RFID-Technologie >

RTLS

Das Akronym RTLS steht für Real Time Location System (Echtzeit-Lokalisierungssystem). RTLS-Systeme verwenden RFID für die Echtzeitüberwachung von Personen und Objekten.

S

Scanner

Scanner ist ein anderes Wort für das Lesegerät bzw. Abfragesystem, d. h., das Gerät, das die auf einem Tag gespeicherten Daten empfängt und übersetzt

Schreibrate

Die Schreibrate bezeichnet die Zeit, in der Daten auf ein Tag übertragen, in dessen Speicher erfasst und als zutreffend bestätigt werden.

Smart Label

Barcode-Etiketten mit RFID-Inlays werden als Smart Labels bezeichnet. Sie können als zusätzliche Kennzeichnung dienen, falls der Barcode nicht lesbar ist oder Informationen enthalten, die nicht im Barcode hinterlegt werden können.

T

Tag

Ein RFID-Tag besteht aus einem Mikrochip und einer Antenne. Auf dem Mikrochip werden Daten gespeichert, die normalerweise das Objekt betreffen, an dem das Tag angebracht ist. Diese werden über die Antenne an ein Lesegerät übertragen.

Transponder

Eine andere Bezeichnung für Tag. Der Teil eines RFID-Systems, der vom Lesegerät gelesen wird. Ein Transponder besteht aus zwei Teilen: dem Chip und der Antenne.

W

WORM

Akronym für „write once, read many“. Es bezeichnet ein Tag, das nur einmal beschreibbar ist und anschließend nur noch lesen kann. Solche Tags werden auch als Read-Only-Tags bezeichnet. 

 

Die RFID-Technologie steht noch ganz am Anfang. Während das Internet der Dinge zunehmend an Bedeutung gewinnt, wird auch RFID eine immer wichtigere Rolle in unserem Alltag spielen. Daher lohnt es sich, sich näher mit dieser neuen Technologie zu befassen. Wir hoffen, dass Ihnen dieses Glossar ein besseres Verständnis der RFID-Terminologie ermöglicht und Sie bei Ihrer Recherche unterstützt. Wenn Sie Ihr neues Wissen auf die Probe stellen wollen, empfehlen wir Ihnen unsere anderen RFID-Blogs !

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Mehr Informationen zu den RFID-Frequenzen >

Josh Miller

osh Miller unterstützt Computype als Director of Healthcare Solutions. Durch seine langjährige Erfahrung in Projektmanagement und Entwicklung besitzt er umfassendes Know-how und wertvolle Einblicke in unserem Unternehmen sowie bei unseren Kunden. Josh leitet die Healthcare-Gruppe und bringt Innovationen auf den Weg, um sicherzustellen, dass wir stets die besten Lösungen anbieten.

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