Unser neuestes RFID-Projekt: der optimale Leseabstand, unabhängig von der Entfernung

Unser neuestes RFID-Projekt: der optimale Leseabstand, unabhängig von der Entfernung

RFID 1x1 | 27 Januar 2020

Posted by Josh Miller

Unser neuestes RFID-Projekt: der optimale Leseabstand, unabhängig von der Entfernung

RFID erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die Technologie, die ständig weiterentwickelt und kontinuierlich verbessert wird, erweckt das Internet der Dinge zum Leben.

In einem unserer neuesten Projekte hat unser Entwicklungsteam sich selbst übertroffen und ein einzigartiges, praktisches und innovatives RFID-Hybridetikett geschaffen. Das Etikett ist nicht nur in der Lage, einzelne flüssige Proben aus großer Entfernung nachzuverfolgen, sondern optimiert auch den Lesevorgang bei der Verarbeitung, d.h., wenn der Abstand zum Tag gering ist. Zudem ermöglicht es die Erkennung des Verarbeitungsstatus der Proben auf einen Blick. Außerdem können die Etiketten als Hybrid-Barcode-Labels verwendet und direkt in Ihre übergeordneten Systeme integriert werden.

Wie ist uns dies gelungen?

Das Projekt bestand in der Entwicklung einer Lösung für Kunden, etwa aus der Pharmaindustrie, die große Mengen von Flüssigkeitsbehältern handhaben. Flüssige Proben können eine Herausforderung darstellen, weil sie den Leseabstand des RFID-Systems reduzieren können.

Es gibt zwar Wege, um die Auswirkungen der Flüssigkeiten auf die RFID-Kennzeichnung zu minimieren, zum Beispiel können die Etiketten für die Kennzeichnung von Probenröhrchen mit Schaumstoff unterlegt werden. Diese sind jedoch nicht für jede Anwendung geeignet. In diesem Projekt gestaltete sich die Suche nach einer Lösung zur Reduzierung von Interferenzen durch Flüssigkeiten besonders schwierig. Daher haben wir etwas völlig Neues ausprobiert.

FLAP Label

FLAP Label 1Letztendlich haben wir uns für eine Kombination aus UHF-RFID und einem unserer bestehenden Produkte, dem FLAP-Etikett entschieden, wobei FLAP für „Flexible Lamination After Printing“ steht. FLAP-Etiketten sind selbstklebende Etiketten, welche die Haltbarkeit und Rückverfolgbarkeit von Barcode-Etiketten auf Histologie-Objektträgern in automatischen Färbeprozessen verbessern. In der Mitte besitzen die Etiketten eine faltbare Laminierung, ein sogenanntes „Flap“. Der Anwender bedruckt den Bereich unter dem Flap, entfernt die Abziehfolie vom Flap und bringt die Laminierung auf. Weitere Details zu unseren FLAP-Etiketten erfahren Sie in diesem Artikel.

Anstatt das Flap für die Laminierung des unteren Oberflächenmaterials zu verwenden, wurde es in diesem Projekt durch ein UHF-RFID-Tag ersetzt. Die Abziehfolie auf der Rückseite des Tags wurde beibehalten, das darunterliegende Oberflächenmaterial wurde jedoch entfernt. Auf diese Weise kann das Tag direkt auf das Gefäß aufgebracht werden, wenn die Abziehfolie entfernt wird.

Wie verbessert sich dadurch die Lesereichweite?

Nun fragen Sie sich vielleicht, wie diese Kennzeichnungsart die Lesereichweite verbessern und somit das Bestandsmanagement erleichtern soll. Ähnlich wie bei den Etiketten mit Schaumstoffrücken wird eine Barriere zwischen dem Tag und der flüssigen Probe geschaffen. Im Unterschied zum Schaumstoffrücken liegen jedoch sowohl die Vorder- als auch die Rückseite des Etiketts frei, wodurch eine verbesserte Lesereichweite erzielt wird.

Auf diese Weise können die Tags in Verbindung mit intelligenten Regalen, Türportalen oder sogar Tag-Positioniergeräten verwendet werden. Bestands- und Workflow-Tracking waren noch nie einfacher!

Wie werden das Lesen aus geringer Entfernung und die Erkennung auf einen Blick verbessert?

Hier kommt die Abziehfolie auf der Rückseite des Tags in Spiel.

Wenn die Abziehfolie entfernt und das Tag auf die Oberfläche des Gefäßes aufgebracht wird, verringert sich die Lesereichweite, wodurch sich das RFID-Tag eher wie ein Hochfrequenz-NFC-Tag verhält.

In vielen Betrieben werden in der Verarbeitungsphase der Proben keine großen Leseabstände mehr benötigt. Daher eignen sich hier am besten solche Tags, die für die Nahfeldkommunikation ausgelegt sind. Dieses Etikett vereint jedoch das Beste aus beiden Welten: Sie profitieren von der großen Lesereichweite bei der Lagerung und Beförderung und gleichzeitig von kurzen Leseabständen während der Verarbeitung.

Darüber hinaus ist der RFID-Teil des Etiketts nach der Aufbringung deutlich sichtbar. Dies ermöglicht die Erkennung auf einen Blick und erleichtert somit die Nachverfolgung.

rfid-tag

Hier erfahren Sie mehr über NFC und ihr Potenzial in der Forschung und  Diagnostik

Handelt es sich auch um ein Hybridetikett?

Im Prinzip ja. Die erste Hälfte des Etiketts kann bedruckt und somit als Hybridetikett verwendet werden. In den meisten Fällen wäre ein Barcode eigentlich unnötig, da das flache RFID-Tag einen ähnlichen Zweck erfüllt. Wir gehen daher davon aus, dass die meisten Kunden den freien Platz für die Anbringung von für das menschliche Auge lesbaren Informationen nutzen werden. Bei Bedarf kann ein Barcode als Back-up oder für die Erfassung von sekundären Daten verwendet werden.

Mehr als nur ein Etikett: Integration

Wir haben weitaus mehr zu bieten als nur Etiketten. Wir statten unsere Kunden mit vollständigen Etikettierlösungen aus, um ihnen alles an die Hand zu geben, was sie brauchen, um ihren Kennzeichnungsprozess zu optimieren.

Im Bereich der RFID-Technologie liefern wir nicht einfach nur Tags und ein Lesegerät und erwarten, dass sich alles andere von selbst erledigt. Ganz im Gegenteil: Wir beschaffen alle Geräte und kompatiblen Softwareprogramme, die Sie benötigen und unterstützen Sie während des gesamten Prozesses, von der Entwurfsphase über den Kundendienst nach der Installation bis hin zur Aufrüstung Ihres Systems.

Da nicht jeder Betrieb einen internen RFID-Experten beschäftigt, arbeiten wir bei der Integration Ihrer RFID Lösung in Ihre Prozesse und Betriebsumgebung mit Ihrem Team zusammen, um sicherzustellen, dass diese nicht nur funktioniert, sondern optimal auf Ihre individuellen Anforderungen abgestimmt ist.

In diesem Blog-Artikel erfahren Sie mehr über die einzelnen   Schritte, um eine optimale Leistung Ihrer RFID-Lösung zu erzielen

Wir sind gespannt, wo wir dieses neue Etikett überall vorfinden werden. Egal, ob es sich um einen Betrieb handelt, der noch auf der Suche nach einer geeigneten RFID Lösung für flüssigen Proben ist oder ob die Rückverfolgbarkeit eines ganzen Systems verbessert werden soll: Wir sind vom Potenzial unserer neuen Lösung überzeugt.

Wenn Sie Fragen zu diesem Projekt haben, hinterlassen Sie uns unten Ihren Kommentar. Wenn Sie wissen wollen, was Computype speziell für Sie tun kann, dann wenden Sie sich direkt an uns!

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Josh Miller

Josh Miller unterstützt Computype als Director of Healthcare Solutions. Durch seine langjährige Erfahrung in Projektmanagement und Entwicklung besitzt er umfassendes Know-how und wertvolle Einblicke in unserem Unternehmen sowie bei unseren Kunden. Josh leitet die Healthcare-Gruppe und bringt Innovationen auf den Weg, um sicherzustellen, dass wir stets die besten Lösungen anbieten.

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