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Die 6 Hauptgründe, warum Etiketten im Labor versagen (mit Lösungsvorschlägen)

Diagnostik und Ermittlung | 15 August 2018

Posted by Jeff Denton

Die 6 Hauptgründe, warum Etiketten im Labor versagen (mit Lösungsvorschlägen)

Im Labor sind verlässliche Barcodes und Etiketten von entscheidender Bedeutung. Menschliche Gewebeproben oder chemische Tests erfordern eine präzise Nachverfolgung nach hohen ethischen Standards. Die Kennzeichnung erfolgt im Normalfall nicht mit „Standardetiketten“, da jeder Laborprozess einzigartig ist und die jeweiligen Forschungstätigkeiten, Protokolle und Strukturen mit verschiedenen Anforderungen und Spezifikationen verbunden sind.

Da es unerlässlich ist, die Integrität der Proben und Gefäße zu wahren und eine korrekte Kennzeichnung, Nachverfolgung und Verwaltung der Laborproben zu gewährleisten, werden wir als Etikettierexperten häufig gefragt: „Warum versagen meine Barcode-Etiketten im Labor?


Laborprozesse und die Probenlagerung finden häufig unter rauen Bedingungen statt. Aus diesem Grund müssen die Etiketten speziell auf extreme Temperaturen, die Exposition mit Chemikalien und aggressive Lagerbedingungen ausgelegt sein. In diesem Blogbeitrag erläutern wir sechs Gründe für das Versagen von Laboretiketten, die wir besonders häufig antreffen.

1. Die von Ihnen verwendeten Etiketten sind nicht speziell für Ihren Anwendungsfall konzipiert

Laborumgebungen können äußerst aggressiv sein. Daher sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Etiketten speziell für Ihren Anwendungsfall entwickelt wurden und den rauen Bedingungen Ihres Labors standhalten.

So sind zum Beispiel Papieretiketten, die normalerweise bei der Verpackung und Lagerung zum Einsatz kommen, nicht für die Verwendung mit Chemikalien bestimmt. Bei Kontakt mit Laborchemikalien oder einem Lösemittelbad werden sich diese Etiketten wahrscheinlich auflösen.

Auch die Langlebigkeit ist ein wichtiger Aspekt bei der Wahl der richtigen Etiketten für Ihr Labor. Das Etikett muss eine zuverlässige Kennzeichnung der Probe oder des Tests über die ganze Nutzungsdauer gewährleisten. Insbesondere bei menschlichen Gewebeproben muss das Etikett so konzipiert sein, dass es den gesamten Prozess übersteht.

2. Laborexposition und raue Nutzungsbedingungen

Laboretiketten können auf zweifache Weise mit extremen Umgebungsbedingungen konfrontiert sein.

Chemikalien2.1 Chemikalien

Chemikalien werden typischerweise zum Trocknen von Proben, zum Färben von Testergebnissen und zum Reinigen oder Sterilisieren von Laborutensilien verwendet.

Bei all diesen Verfahren kommen äußerst aggressive Chemikalien zum Einsatz, die dafür ausgelegt sind, nahezu alles aufzulösen, mit dem sie in Berührung kommen. Daher ist es umso wichtiger, dass Ihre Etiketten beständig gegenüber Chemikalien wie DMSO, Methanol, Aceton oder Isopropanol und Wasser sind.

Wir empfehlen eine Standortanalyse oder ein Gespräch mit einem Etikettierexperten über Ihren Prozess, um sicherzustellen, dass die Etiketten in Ihrer spezifischen Umgebung überleben bzw. Ihr Testverfahren überstehen. Bei der Auswahl der richtigen Kombination aus Obermaterial und Klebstoff/Laminierung ist es von entscheidender Bedeutung, ob Sie ein Gefäß einfach nur mit Alkohol auswischen oder ob die Probe 24 Stunden lang in einem Wasserbad stehen muss.

Etikett ist nicht gleich Etikett: Manche Etiketten eignen sich besser für die Verwendung mit bestimmten Chemikalien oder Umgebungen als andere. Teilen Sie Ihrem Lieferanten daher alle Spezifikationen mit, damit Sie die besten Etiketten für Ihren Prozess erhalten.

Temperaturen2.2 Temperaturen

Häufig sind Laborproben extremen Temperaturen ausgesetzt. Große Hitze entsteht etwa bei der Reinigung oder Sterilisation im Autoklav.

Andererseits sind in einer Laborumgebung auch extrem kalte Temperaturen oder die Kryokonservierung keine Seltenheit. Bei der Kryokonservierung müssen spezielle kryobeständige Etiketten verwendet werden. Die hier vorherrschenden Temperaturen von -20°C bis -196°C erfordern Etiketten, die für einen großen Temperaturbereich ausgelegt sind, da sie sonst spröde werden oder sogar abbrechen können.

Wenn Sie Kunststoffgefäße verwenden, kann eine Temperaturänderung zum Expandieren oder Schrumpfen des Materials führen. Da sich die Etiketten nicht auf dieselbe Weise verändern, können sie abblättern oder an den Rändern ablösen. Darüber hinaus kann der Klebstoff freigesetzt werden und einfrieren, was die Haftung des Etiketts zusätzlich beeinträchtigt.

Die Direct-Mark-Kennzeichnung von Computype ist eine einfache Lösung für dieses Problem, da anstatt eines Etiketts lediglich Barcodes oder Bilder direkt auf die Oberfläche des Gefäßes aufgebracht werden. Dies gewährleistet eine zuverlässige Kennzeichnung auch unter rauen Umgebungsbedingungen..

Eine weitere Kryokennzeichnungslösung ist das sogenannte „Rundum-Etikett“. Das Etikett kann sich an den Rändern nicht ablösen, da es komplett um das Gefäß gewickelt wird und an sich selbst haftet. Dies vergrößert zum einen die Klebefläche und verhindert außerdem, dass der Barcode in direkten Kontakt mit den Umgebungsbedingungen gerät.

3. Falsche Aufbringungsmethode

Auch die Aufbringungsmethode spielt bei der Etikettierung von Proben eine wichtige Rolle. Dies gilt besonders dann, wenn die Proben aggressiven Bedingungen ausgesetzt sind.

Ein häufiger Grund für das Versagen von Etiketten bei der Kryokonservierung ist die Aufbringung des Etiketts auf ein bereits gefrorenes Gefäß, ohne dass dieser zuvor abgewischt wird. Wenn Sie ein Etikett direkt auf die gefrorene Oberfläche kleben, kann die dünne Eisschicht zu Wasser schmelzen, das schließlich verdampft. Das Etikett verliert seine Haftung, da es sich nun auf einer nassen Oberfläche befindet. Bevor ein gefrorenes Gefäß mit einem Etikett versehen wird, sollte es daher unbedingt abgewischt werden.

In vielen Fällen ist ein automatisches Etikettiersystem der effizienteste Weg, Reagenzgläser oder Phiolen zu kennzeichnen. Bei der manuellen Aufbringung kann es zum versehentlichen Berühren oder Abreiben des Klebstoffs kommen, was dessen Wirksamkeit beeinträchtigt.

Außerdem sind die Etiketten oft zu klein, um erfolgreich oder präzise mit der Hand aufgebracht zu werden. Dies kann zu einer unzureichenden Haftung führen und die Etiketten können sich an den Rändern oder vollständig ablösen. Ein automatisiertes Etikettiersystem sorgt dafür, dass der Klebstoff intakt bleibt und begünstigt eine permanente Haftung.

4. Falsche Drucktechnologie oder falsche Etiketten-Farbband-Kombination

Wenn Sie nicht die optimale Drucktechnologie oder Etiketten-Farbband-Kombination für Ihre Laboretiketten verwenden, kann das Bild auf dem Etikett verblassen oder schwer lesbar sein. Im Folgenden sind drei verschiedene Drucktechnologien und die jeweils beste Anwendung dafür beschrieben.

Kermaiketiketten4.1 Keramiketiketten

Die speziell für die Kennzeichnung von Glasgefäßen konzipierten Keramiketiketten halten extremen Umgebungen und Temperaturen stand.

Die Beschriftung wird von einem Etikettenlieferanten permanent in die Glasgefäße eingebrannt. Wenn die Informationen, die das Etikett enthalten soll, nicht im Voraus bekannt sind, ist diese Kennzeichnungsart jedoch nicht geeignet.

Keramiketiketten kommen vor allem bei der Probenlagerung in Pharma- oder Biotechnikbetrieben zum Einsatz.

4.2 Direct Mark

Direct Mark Diese einzig von Computype angebotene Kennzeichnungsart ist im Rahmen unserer READY Labware Services verfügbar

Diese patentierte Technologie ermöglicht die direkte Kennzeichnung von Glas- oder Kunststoffgefäßen mit Farben, Barcodes, Logos oder Text. Die Beschriftung hält einer Reihe von Chemikalien stand.

Die Direct-Mark-Kennzeichnung eignet sich besonders für Labore, die mit Kunststoffgefäßen arbeiten und auf widerstandsfähige Barcodes oder Bilder angewiesen sind. Sie ist die ideale Lösung für zahlreiche Etikettierprobleme.

Der Einsatz einer farblichen Kennzeichnung bietet Laboren zudem die Möglichkeit, die Gefäße farblich auf die zugehörigen Deckel oder Unterlagen abzustimmen, was zu schlankeren Prozessen führt und Fehler reduziert.

4.3 Selbstklebende Etiketten

Selbstklebende EtikettenDies ist die am häufigsten verwendete Kennzeichnungsart. Speziell für raue Umgebungen konzipierte Etiketten sind lange haltbar und halten zahlreichen Chemikalien stand.

Das Rundum-Etikett ist ebenfalls eine langlebige Option, da es vollständig um das Gefäß gewickelt wird und somit an sich selbst und nicht am Gefäß haftet.

Wenn Sie variable Etiketten nach Bedarf drucken wollen, bieten sich selbstklebende kryobeständige Etiketten an.

Wenn Sie Ihre Etiketten jedoch „on Demand“ mit einem Thermotransferdrucker drucken und nicht die optimale Kombination aus Etiketten und Farbband verwenden, können Abrieb, Lösungsmittel oder Tinte zum Bruch, Abblättern oder Abreiben des Bildes führen.

Ohne die richtige Kombination aus Etikettenmaterial und Farbband hält das Bild möglicherweise den rauen Bedingungen Ihres Labors nicht stand.

5. Inkonsistente Positionierung der Etiketten

Dieses Problem kann durch ein automatisiertes System vermieden werden, da es nur bei der manuellen Etikettierung auftritt. Wenn die Etiketten nicht korrekt positioniert werden, kommt der übrige automatisierte Prozess aus dem Takt, wodurch die Probenintegrität und der zugehörige Test beeinträchtigt werden.

Wenn nicht der gesamte Prozess automatisiert ist, so werden häufig zumindest bestimmte Teile des Verfahrens automatisch ausgeführt.

Ein automatisiertes System erhöht die Präzision. Eine uneinheitliche Positionierung der Etiketten kann zu Fehlern in den nachgeschalteten Prozessschritten führen, wenn die Barcodes falsch gelesen werden oder nicht scannbar sind.

Dabei muss nicht einmal das Etikett selbst versagen, sondern die fehlerhafte Positionierung auf den Laborutensilien kann zu Problemen mit dem übergeordneten automatisierten Laborprozess führen.

Computype empfiehlt ein automatisiertes System oder ein Outsourcing-Programm, um die Positionierung der Etiketten zu verbessern. Die Etiketten werden dadurch weitaus präziser und konsistenter platziert, was Fehler/Nachbearbeitungen deutlich reduziert.

6.  Kompatibilität der Etikettengröße mit den Laborutensilien

Das Etikett sollte nicht nur optimal auf die Form und Größe Ihrer Reagenzgläser und Phiolen abgestimmt sein, sondern auch auf Ihre übrigen Laborutensilien, etwa im Lager und auf den Ständern. Oft passen Reagenzgläser und Phiolen nach der Etikettierung nicht mehr in die zugehörigen Ständer, da das Etikett den Umfang des Gefäßes vergrößert.

Ein Röhrchen, das mit einem Etikett versehen ist, besitzt einen größeren Außendurchmesser. Die meisten Ständer sind so konzipiert, dass Sie nur Platz für die Röhrchen selbst bieten, um Rattern oder ein Verrutschen zu verhindern. Wenn die Ständer nicht richtig auf den größeren Umfang angepasst sind, kann das Etikett zerknittern, abfallen oder am Ständer kleben bleiben.

outsourced_labware-1Eine Lösung für dieses Problem ist die Keramik- oder Direct-Mark-Kennzeichnung, die im Rahmen eines Outsourcing-Programms wie READY Labware Services angeboten werden. Dabei werden Ihre Laborutensilien bereits vorab mit einem Barcode versehen und verpackt. Dadurch werden potenzielle Probleme bereits gelöst, bevor die Gefäße in Ihr Labor kommen.

Wenn Outsourcing keine Option darstellt, müssen Sie den größeren Umfang bei der Auswahl der Ständer berücksichtigen.

 

Aus naheliegenden Gründen sollten die in Ihrem Labor verwendeten Etiketten optimal auf Ihren Bestimmungszweck abgestimmt sein. Computype liefert Etikettierlösungen für Labore auf der ganzen Welt und unterstützt Gesundheitsbetriebe seit über 40 Jahren bei der Nachverfolgung, Verwaltung und Kennzeichnung von Proben.

In jahrelanger Erfahrung haben wir festgestellt, dass die oben beschriebenen sechs Probleme immer wieder auftreten. Wir hoffen, dass Ihnen dieser Blogbeitrag dabei hilft, die Gründe für das Versagen Ihrer Laboretiketten zu ermitteln und die nächsten Schritte zu unternehmen, um künftiges Kopfzerbrechen zu vermeiden.

Wenn Ihr Etikettierproblem in diesem Artikel nicht angesprochen wurde und Sie sich von einem unserer Experten beraten lassen wollen, kontaktieren Sie uns und wir helfen Ihnen gerne weiter.

Um mehr über unsere Etikettierlösungen zu erfahren, lesen Sie unsere Seite über Reagenzgläser und Phiolen

Wenn Sie sich keine Gedanken mehr über abfallende Etiketten in Ihrem Labor machen wollen, überlassen Sie es Computype: Mit unserem Outsourcing-Programm READY Labware Services erhalten Sie Ihre Laborutensilien bereits fertig beschafft, mit Barcodes gekennzeichnet, tariert und verpackt.

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Jeff Denton

Jeff Denton ist in Ohio, USA, als Senior Product Manager für das READY-Labware-Services-Portfolio von Computype zuständig. Er ist seit 15 Jahren in der Barcode-Branche tätig und besitzt umfassende Erfahrung in Beschaffung und Produktmanagement. Kontaktieren Sie Jeff, um mehr über das Outsourcing der Barcode-Etikettierung mit den READY Labware Services und über unsere Kennzeichnungslösungen für Laborbedarf zu erfahren.