Wie kann man Mikrotiterplatten barcodeen? Best Practices für Ihr Labor

Wie kann man Mikrotiterplatten barcodeen? Best Practices für Ihr Labor

Labware Automatisierung, Preise & Planung, Forschung & Diagnostik, Labware Beschriftung | 7 November 2018

Posted by Dave Harris

Wie kann man Mikrotiterplatten barcodeen? Best Practices für Ihr Labor

Als führender Anbieter von Barcode- und Etikettierlösungen werden wir häufig gefragt, welche Arten der Barcode-Kennzeichnung von Mikrotiterplatten es gibt. Die kurze Antwort lautet, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt. Diese hängen von der Umgebung, der zu kennzeichnenden Menge und den Prozessen Ihres Betriebs ab. In diesem Artikel finden Sie eine Zusammenstellung der Vor- und Nachteile von einigen Barcode-Kennzeichnungsarten für Mikrotiterplatten: der manuellen und automatischen Etikettierung sowie des Outsourcings der Barcode-Kennzeichnung.

1. Manuelle Etikettierung

Bei einem geringen Kennzeichnungsvolumen stellt die manuelle Etikettierung der Mikrotiterplatten immer eine Option dar. Dazu benötigen Sie entweder bereits vorgedruckte Etiketten oder aber einen Drucker, Etikettenmaterial sowie das entsprechende Personal. Neben Anwendungen, bei der nur geringe Mengen zu kennzeichnen sind, eignet sich diese Methode außerdem für inkonsistente Laborabläufe, die keine hochpräzise Positionierung der Etiketten erfordern. Wenn die Informationen auf Ihren Barcode-Etiketten nicht variieren, können die Etiketten sogar bereits bei Ihrem Anbieter vorgedruckt und gebrauchsfertig geliefert werden.

Wenn Ihr Labor gerade erst seinen Betrieb aufgenommen hat, sind die zu bearbeitenden Mengen möglicherweise noch unbeständig und Sie wollen die Kosten unter Kontrolle halten. In diesem Falle könnte eine manuelle Etikettierung der Mikrotiterplatten die beste Lösung für Sie sein. Auf diese Weise halten Sie die Kosten gering und sorgen für einfache Abläufe.

Doch auch wenn Ihre Barcodes variable Daten, wie zum Beispiel Datum oder Chargennummern, enthalten, kann eine manuelle Etikettierung der Mikrotiterplatten die effizienteste Kennzeichnungsart für Ihr Labor darstellen. Denn diese Kennzeichnungsmethode bietet maximale Flexibilität. Sie können das Etikettenmaterial manuell austauschen, den Drucker auch für andere Aufgaben einsetzen und die Chargengröße abhängig von Ihren aktuellen Bedürfnissen bestimmen.

Obwohl die manuelle Etikettierung in vielen Bereichen des Gesundheitswesens zum Einsatz kommt, weist sie auch einige Nachteile auf. Zum einen erfordert die manuelle Etikettierung den Einsatz von Mitarbeitern. Dies kann zu Inkonsistenzen und Fehlern führen. Mikrotiterplatten enthalten häufig sehr kleine Proben. Die manuelle Etikettierung könnte daher die Integrität Ihrer Proben und die darin enthaltenen Informationen beeinträchtigen.

Wenn Ihr Labor die Etikettierung von Hand durchführt, sind die Mitarbeiter zudem für die Aufrechterhaltung des Bestandes mit allen notwendigen Materialien, wie Etiketten und Farbbändern, sowie für die Wartung des Druckers zuständig. Bei Fehlern oder Inkonsistenzen kann dies zu höheren Kosten führen. Außerdem kann die manuelle Etikettierung mit weiteren Herausforderungen verbunden sein. Da Labormitarbeiter häufig Handschuhe tragen müssen, können die Etiketten daran haften bleiben und die Kennzeichnung erschweren.

Manche Labore können nicht auf eine manuelle Etikettierung der Mikrotiterplatten zurückgreifen, da die verwendeten Etiketten nicht für eine langfristige Kryokonservierung oder aggressive Chemikalien geeignet sind. I

2. Automatische Etikettierung

Automatische EtikettierungEine weitere Art der Kennzeichnung Ihrer Mikrotiterplatten ist die automatische Etikettierung. Diese Methode kommt immer häufiger zum Einsatz, da sie die Effizienz im Labor erhöht. Die aus unserer Sicht effizienteste Lösung für die automatisierte Aufbringung von Etiketten ist der Mikrotiterplatten-Etikettierer von Computype.

Das Produkt bietet hohe Effizienz und Flexibilität, da es sowohl als eigenständiges Gerät als auch integriert in ein Workflow-System verwendet werden kann. Der Mikrotiterplatten-Etikettierer von Computype besitzt eine motorbetriebene Drehachse, die eine sekundenschnelle automatisierte Kennzeichnung von bis zu vier Seiten einer Mikrotiterplatte ermöglicht. Der Bediener muss hierzu lediglich die entsprechende Auswahl auf dem Interface Panel treffen.

Wenn Ihr Prozess noch weitere automatische Workflows enthält, ist eine präzise Positionierung der Etiketten besonders wichtig, um beim anschließenden automatischen Scannen der Barcodes eine zuverlässige Identifikation zu gewährleisten. Wenn die Barcodes nicht präzise und korrekt platziert werden, kann dies die Integrität der Proben beeinträchtigen und zu Rückstaus führen. In folgenden Fällen empfiehlt sich eine automatisierte Etikettierung der Mikrotiterplatten:

  • Anwendungen mit hohem Kennzeichnungsvolumen: Bei Anwendungen mit hohem Kennzeichnungsvolumen kann die automatisierte Etikettierung den Prozess beschleunigen und somit den Durchsatz steigern. Die Etikettierung Ihrer Mikrotiterplatten wird somit zum Bestandteil Ihres vorhandenen Prozesses, was die allgemeine Effizienz Ihres Betriebs erhöht.
  • Größere automatisierte Prozesse: Wie bereits erwähnt, sind automatisierte Prozesse im Gesundheitswesen immer stärker vertreten. Wenn Ihr Prozess bereits ganz oder teilweise automatisiert ist oder automatisiert werden soll, stehen viele einfach zu integrierende Systeme zur Verfügung, die die Umstellung unterstützen und eine durchgängig zuverlässige Leserate gewährleisten.
  • Eine einheitliche Positionierung der Etiketten ist entscheidend: Dies gilt besonders für das Gesundheitswesen, wo die Mikrotiterplatten menschliche Gewebeproben enthalten. Die Wahrung der Probenintegrität hat stets oberste Priorität. Durch eine präzise und konsistente Platzierung der Etiketten wird dies zusätzlich unterstützt.

Wie alle Kennzeichnungsarten weist jedoch auch die automatische Etikettierung Nachteile auf: Im Normalfall ist die Umstellung der Prozesse mit einigen Investitionen verbunden, die sich jedoch schnell amortisieren. Obwohl weniger Platz für manuelle Tätigkeiten benötigt wird, muss bei einem automatisierten Verfahren die Unterbringung eines Etikettenapplikators in Ihrem Labor eingeplant werden. Dies ist zwar nicht zwingend ein Nachteil, sollte jedoch bei der Planung berücksichtigt werden. 

3. Outsourcing

MikrotiterplattenEinige Anbieter von Etikettier- und Laborbedarf besitzen Outsourcing-Programme. Sie übernehmen die Beschaffung, Tarierung und Barcode-Etikettierung Ihrer Mikrotiterplatten nach Ihren individuellen Vorgaben. Auf diese Weise brauchen Sie sich nicht mehr mit der Etikettierung zu befassen und können sich auf die produktiven Labortätigkeiten konzentrieren. Diese Lösung eignet sich besonders für Anwendungen, die anstelle von Etiketten eine langfristige Kennzeichnung erfordern, zum Beispiel bei Proben, die lange Zeit unter rauen Bedingungen gelagert werden müssen.

Computype bietet mit den READY Labware Services ein Programm an, das die Beschaffung Ihres Laborbedarfs, die Ermittlung der besten Kennzeichnungsmethode abhängig von Ihrem individuellen Bedarf, die Kennzeichnung der Mikrotiterplatten und deren Versand an Ihr Labor (oder direkt zu Ihrem Kunden!) umfasst. So sparen Sie Zeit und Personal. Mit den READY Labware Services benötigen Sie keinen Platz für die Aufbewahrung von Zubehör für die Etikettierung des Laborbedarfs.

Wie bei allen Lösungen weist aber auch diese Option Nachteile auf. Auch wenn das Outsourcing-Programm für mehr Flexibilität sorgt sowie Zeit, Platz und Arbeitsaufwand spart, haben Sie bei dieser Option die Etikettierung nicht mehr unter Ihrer unmittelbaren Kontrolle, da sie nicht mehr intern in Ihrem Labor durchgeführt wird. Daher ist es besonders wichtig, mit einem Etikettieranbieter Ihres Vertrauens zusammenzuarbeiten, der sich nach Ihren individuellen Vorgaben richtet.

 

Wie Sie sehen, stehen Ihnen bei der Etikettierung Ihrer Mikrotiterplatten verschiedene Optionen zur Verfügung. Ob manuelle Etikettierung, die Integration einer automatisierten Etikettierung in Ihr Labor oder das Outsourcing der Kennzeichnung: All diese Lösungen haben Ihre Berechtigung und können Ihrem Labor gute Dienste erweisen. Computype bietet all diese Optionen an und hilft Ihnen dabei, die beste Lösung zu finden, um Ihren Zielen und Prozessen gerecht zu werden.

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Dave Harris

Mit Sitz in Chicago, IL, ist seit über 23 Jahren bei Computype in verschiedenen Vertriebs- und Führungspositionen tätig.Als unser Vize-Präsident für Strategische Kunden arbeitet Dave mit Kunden auf der ganzen Welt zusammen, um sicherzustellen, dass konkrete und beständige geschäftliche Vorteile realisiert werden. Mit dem Fokus auf Kosteneinsparungen, betriebliche Effizienz und Prozessoptimierung besteht Daves Aufgabe darin, Kunden dabei zu helfen, den größtmöglichen Nutzen aus ihrer Investition in die automatisierte Identifikation zu erzielen. In seiner Freizeit spielt Dave gerne Golf, schaut Filme und verbringt Zeit mit seinem Hund Yukon im Grünen.