Wie kann Print-on-Demand beim Produktbranding eine schlanke Produktion unterstützen?

Wie kann Print-on-Demand beim Produktbranding eine schlanke Produktion unterstützen?

Gummiriemen, Etiketten-Drucker | 19 Juni 2019

Posted by Lee Fernie

Wie kann Print-on-Demand beim Produktbranding eine schlanke Produktion unterstützen?

Bei der schlanken Produktion geht es darum, die vorhandenen Prozesse und Abläufe eingehend zu analysieren, mit dem Ziel, ihre Effizienz zu maximieren und Ausschuss auf ein Minimum zu reduzieren. Es gibt unzählige Strategien und Möglichkeiten, die Rentabilität von nahezu jedem Fertigungsprozess zu erhöhen. Daher stellt sich die Frage, wo am besten anfangen? Bei der industriellen Gummi- und Riemenfertigung lohnt es sich, die Produktkennzeichnung und das Branding genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn oft können diese scheinbar einfachen und unkomplizierten Vorgänge erheblich verbessert werden, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. 

Die meisten Hersteller von Gummiriemen oder -schläuchen besitzen ein internes Branding- und Kennzeichnungsverfahren, bei dem eine Kombination aus vorgedruckten Folien und Print-on-Demand zum Einsatz kommt. Diese doppelte Kennzeichnungsstrategie ist immer dann unverzichtbar, wenn mehr als zwei Farben für das Branding und die Kennzeichnung der Produkte benötigt werden. Eine Analyse Ihres Print-on-Demand-Prozesses ergibt jedoch wahrscheinlich, dass dieser noch besser genutzt und verbessert werden kann.

In diesem Artikel erläutern wir, wie eine Optimierung der Print-On-Demand-Strategie bei der Kennzeichnung von Gummierzeugnissen Ihre Bemühungen zur kontinuierlichen Verbesserung auf die nächste Stufe bringen kann, indem einige der größten Verlustposten bei der Fertigung vermieden werden.

Verlustposten Nr. 1: Bestände

Wenn Sie eine doppelte Strategie für das Branding und die Kennzeichnung Ihrer Produkte besitzen, sollten Sie einmal überprüfen, ob diese noch immer benötigt wird. Wenn Ihre Marke zum Beispiel mit einer einfarbigen Kennzeichnung in Verbindung mit weiß markierten variablen Daten auskommen würde, könnten Sie Ihre Print-on-Demand-Strategie einfach mit einem zweifarbigen Farbband umsetzen. Auf diese Weise benötigen Sie praktisch kein vorgedrucktes Etikettenmaterial mehr und erledigen zwei Schritte in einem. Wenn bei der Bedarfsplanung verschiedene Folien und Farbbänder berücksichtigt werden müssen, kann dies zu Über- oder Unterbeständen, Ausschuss, Fehlern und unzureichend genutztem Lagerraum führen. Überlegen Sie, welche Ihrer Marken in eine Print-on-Demand-Strategie eingebunden werden könnten, um die Prozesse in Zukunft flexibler zu gestalten und Bestände zu reduzieren. 

Wenn ihre zentrale Druckstation auf einzelne Arbeitsplätze aufgeteilt werden kann, sparen Sie sich ebenfalls den Lagerplatz für unzählige SKUs. Indem Sie nur das drucken, was Sie zum jeweiligen Zeitpunkt benötigen, können die Bestände und die internen Transporte von Verbrauchsmaterialien deutlich reduziert werden. Darüber hinaus sparen Sie mit dieser Strategie Personal, das für gewinnbringendere Tätigkeiten eingesetzt werden kann.

Verlustposten Nr. 2: Unnötige Transporte und Wartezeiten

Wenn Ihr Print-on-Demand-Prozess noch nicht dezentralisiert ist, fallen oft unnötige Transporte und Wartezeiten an. Insbesondere Stillstands- und Kommissionierungszeiten, und Wege zum Lager, um Ersatzteile zu holen, können sich erheblich auf den Durchsatz auswirken. Wenn eine Störung auftritt oder das falsche Teil ausgegeben wird, kann es zu weiteren Stillständen aufgrund von Qualitätsprüfungen oder der Maschinenrüstung kommen. Hinzu kommt der Zeitverlust für den Wechsel der Farben oder Brandingdaten. 

Wenn Ihre Mitarbeiter nicht ständig damit beschäftigt sind, Teile aus dem Lager zu holen und stets das zur Hand haben, was sie benötigen, um einen einfachen Druck und Übergang zwischen den einzelnen Abläufen zu gewährleisten, werden Prozesslücken geschlossen und Wartezeiten reduziert. Der flexible Druck von mehreren Farben oder Marken an ein und derselben Arbeitsstation, ohne ins Lager zu müssen oder auf bestimmte Teile zu warten, spart Zeit und steigert den Durchsatz. 

Durch den Einsatz eines speziell konzipierten Thermotransferdruckers, wie zum Beispiel der TransMark-Drucker von Computype, kann zusätzlich Zeit gespart werden, da Stillstandszeiten wirksam reduziert werden. Der speziell für den Foliendruck in schmutzigen und staubigen Umgebungen entwickelte Drucker sorgt für einen optimierten und konsistenten Durchsatz. Serviceverträge zur Druckerwartung reduzieren zudem ungeplante Ausfälle aufgrund von Verschleiß.

Verlustposten Nr. 3: Störungen und Ausschuss

Alle hier erwähnten Verlustposten hängen miteinander zusammen. Wenn das Ablaufdatum der vorgedruckten Folien überschritten ist oder diese versehentlich an den falschen Arbeitsplatz geliefert werden, kann dies zu Fehlern oder zur falschen Kennzeichnung des Produkts führen. Selbst wenn Sie die Folien via Print-on-Demand mit einem Thermotransferdrucker bedrucken, kann es zu Störungen und Ausschuss kommen, wenn der Bediener unzureichend geschult ist oder der Drucker selbst nicht richtig konfiguriert ist (wie wir im Folgenden näher erläutern werden). Wenn das Produktbranding in Ihrem Betrieb zu Ausschuss oder Verschwendung führt, besteht eindeutig Raum für Verbesserungen.

Durch den strategischen Einsatz von entsprechend konzipierten Druckern in Ihrem Betrieb sorgen Sie für mehr Kontrolle und reduzieren die Fehlerwahrscheinlichkeit. Je weniger Schritte und Ressourcen ein Workflow erfordert, desto leichter lassen sich Fehler vermeiden.  

Verlustposten Nr. 4: Überbearbeitung

transmark film shadow 2Wie schwierig es ist, ein mehrfarbiges Branding umzusetzen, hängt von Ihrer derzeitigen Markenstrategie ab. Vor Kurzem hatten wir mit einem Werk zu tun, bei dem die Gummierzeugnisse den Prozess zwei Mal durchliefen, damit eine mehrfarbige Kennzeichnung möglich war. Dies führte zu einer Verdopplung des Zeitaufwands und zu Kosten von mehr als €4500 für Abdeckklebeband, das für die Anbringung der Markenkennzeichnung benötigt wurde. Allein an diesem Beispiel könnte man eine Fallstudie zur schlanken Produktion durchführen, die aufzeigt, warum und wie die vorhandenen Prozesse analysiert werden sollten.

Im oben beschriebenen Fall wurde ein zweifarbiges Farbband konzipiert, um den Prozess abzukürzen und die zweifarbige Produktkennzeichnung in einem einzigen Durchlauf durch die Druckstation vorzunehmen. 

Denn eine Überbearbeitung oder auch „übermäßige Bearbeitung“ führt wie oben dargestellt zu unnötigem Ausschuss. Der Zeitverlust durch Wartezeiten, Überbestände und Ausschuss infolge von Fehlern verlängert den Workflow zusätzlich, wodurch die Produktivität der gesamten Anlage sinkt. 

Verlustposten Nr. 5: Unvorhergesehene Ereignisse oder Kosten

Die Liste der potentiellen Kosten wegen ungeplanter Vorfälle bei der Fertigung ist endlos. Auch wenn keine Rationalisierungsstrategie derartige Pannen oder Störungen vollständig eliminieren kann, besteht das Ziel darin, die Wahrscheinlichkeit so weit wie möglich zu reduzieren oder zumindest die Aufmerksamkeit Ihrer Mitarbeiter entsprechend zu schärfen. 

Wenn Sie einen Standard-Thermotransferdrucker verwenden, um so viele Folien wie möglich zu bedrucken, dann können wir sie nur beglückwünschen. Sie verbessern dadurch die Flexibilität und Funktionalität Ihrer Anlage. Bleiben wir jedoch auf dem Boden der Tatsachen: Ein Standard-Thermotransferdrucker ist nicht immer für Umgebungen wie die Ihre ausgelegt. Staubpartikel können beispielsweise den Verschleiß der Druckköpfe beschleunigen und ungeeignete Wärmeeinstellungen können zu inkonsistenten oder unlesbaren Druckergebnissen führen. 

Daher ist es nicht überraschend, dass die Lösung für die Überwindung von ungeplanten Hindernissen darin besteht, mit einem Lieferanten zusammenzuarbeiten, der Ihren Prozess gleichzeitig flexibler UND kontrollierter macht, indem ein On-Demand-Druckverfahren einsetzt wird. 

Indem Sie an Ihren Arbeitsplätzen speziell auf Ihren Bedarf abgestimmte Thermotransferdrucker installieren, können Sie die Wahrscheinlichkeit für ungeplante Ausfälle deutlich reduzieren. Die Drucker von Computype sind so konzipiert, dass Benutzerfehler und ungeplante Wartungsmaßnahmen in Industrieumgebungen auf ein Minimum reduziert werden. Die Drucker funktionieren nur bei geschlossenem Deckel, sodass der Druckkopf nicht verstauben kann. Durch eine Verriegelung der Schalter für den Druckkopfdruck wird sichergestellt, dass die Wärmeeinstellungen nicht ungewollt verändert werden. Der Bereich, in dem die Reduzierung von unvorhergesehenen Ereignissen und Kosten jedoch wirklich einen Unterschied machen kann, ist die Wartung der Drucker. Routinemäßige Wartungsmaßnahmen sorgen dafür, dass Probleme behoben werden, bevor es zu unvorhergesehenen Stillständen oder Kosten für teure Servicearbeiten in Ihrem Werk kommt.

 

Angesichts des wachsenden Wettbewerbs und des Einzugs der Industrie 4.0 in die Branche sind schlanke und intelligente interne Fertigungsprozesse und -praktiken inzwischen unerlässlich geworden. Wenn Sie Ihre vorhandene Branding-Strategie überdenken und das Verbesserungspotenzial mit Ihrem Lieferanten erörtern, ist der erste Schritt hin zu mehr Effizienz und Kostensenkungen bereits getan. Ein einheitlich präsentiertes und leistungsfähiges Produkt, auf das sich Ihre Kunden verlassen können, verschafft Ihrer Marke einen Wettbewerbsvorteil. Wir als begeisterte Verfechter der schlanken Fertigung sind überzeugt, dass die Qualität bereits in der Produktionsanlage beginnt.

Um mehr über die Print-on-Demand-Lösung von Computype zur Kennzeichnung von Gummiriemen und -schläuchen zu erfahren, besuchen Sie unsere Seite zur TransMark-Lösung. Oder um Ihren derzeitigen Kennzeichnungs- bzw. Branding-Bedarf direkt mit unserem Vertriebsteam zu besprechen, klicken Sie hier.

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Lee Fernie

Lee Fernie ist Spezialist für TransMark-Lösungen bei Computype. Ausgehend von unserem britischen Standort arbeitet Lee eng mit Gummiriemenherstellern zusammen, um deren Fertigungsprozesse schlanker zu gestalten. Er arbeitet sowohl im innen- als auch im Außendienst daran, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Riemenhersteller in ganz Europa vertrauen darauf, dass Lee ihre Thermotransferdrucker in einem optimalen Betriebszustand hält.

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