Kooperative Innovation für mehr Wachstum in der Diagnostik

 

Kundenhintergrund:


Zu den größten Kunden von Computype zählt ein stark regulierter Hersteller medizinischer Geräte, der auf innovative Automatisierungsplattformen für die Diagnose verschiedener Krebsarten spezialisiert ist. Früher wurden die Gewebeproben manuell verarbeitet. Die unzureichende Effizienz veranlasste das Unternehmen jedoch, auf ein automatisiertes Verfahren umzustellen. Daraufhin entwickelten interne Experten neue und verbesserte Analyseinstrumente, die durch Barcode- und Kennzeichnungsdienste ergänzt werden sollten. Das Unternehmen hat Computype um Unterstützung bei der Entwicklung von Kennzeichnungs- und Nachverfolgungslösungen gebeten, die eine stärker automatisierte Verarbeitung ermöglichen. Dadurch sollte das strategische Wachstum des Betriebs unterstützt und die Erstellung schnellerer, präziserer Diagnosen gewährleistet werden.

Die Herausforderung:


Die ursprüngliche Vorgehensweise bei der Diagnose verschiedener Krebsarten bestand darin, Zellproben zu entnehmen, diese auf einem Objektträger zu platzieren und anschließend mit verschiedenen Färbemitteln oder Reagenzien zu behandeln. Die Reaktion auf die speziellen Färbemittel führte zu farblichen Veränderungen bei den Krebszellen, wodurch die Forscher die jeweilige Krebsart diagnostizieren konnten. Obwohl dieser Prozess zweckmäßig und präzise war, bestand zunehmend Interesse daran, eine effizientere und automatisierte Handhabung und Verarbeitung einzuführen. Dabei sollte jedoch weiterhin eine hohe Präzision gewährleistet sein.

Mit hohem Innovations- und Entwicklungsaufwand wurde eine Plattform konzipiert, die ein automatisches Testen der Krebszellen mit einer „karussellartigen“ Maschine ermöglicht. Heute werden die Histologie-Objektträger in ein Instrument eingelegt, wo die Proben in einem stark kontrollierten Testverfahren das Karussell durchlaufen und anschließend vom Pathologen unter dem Mikroskop untersucht werden können. Obwohl diese automatisierte Lösung die Arbeit der Pathologen unterstützt, stellten die Kennzeichnung der Proben und deren gleichzeitiger Schutz vor Färbemitteln und Reagenzien noch immer eine Herausforderung dar.

Schnell stand fest, dass die Verwendung eines Standard-Barcodes keine praktikable Lösung war, da ein Etikett benötigt wurde, das nicht nur zur Kennzeichnung der Probe dient, sondern diese auch vor den Reagenzien schützt und verhindert, dass aggressive Chemikalien über den gesamten Objektträger fließen. Die Experten von Computype wissen, wie wichtig jede einzelne Probe und das zugehörige Verfahren sind, um eine präzise und effiziente Diagnose zu erstellen. Daher haben sie viel Zeit investiert, um über neunzig verschiedene Versionen eines innovativen Barcode-Etiketts zu entwickeln und zu testen.

Unsere Lösung:


Schließlich wurde das berühmte FLAP-Etikett“ (flexible Laminierung nach dem Druck) entwickelt, welches sich als zuverlässige Lösung für die Anforderungen des Kunden erwies und in den inzwischen automatisierten Prozess integriert wurde.

Das FLAP-Etikett verfügt über eine einzigartige Kombination aus Klebstoff und Laminierung, die sich in der praktischen Anwendung besonders bewährt hat. Das FLAP wird als selbstklebendes Etikett, das in der unteren Hälfte mit einem Barcode versehen ist, von der Trägerfolie abgelöst. An der oberen Hälfte befindet sich ein unbedruckter Teil mit einer Laminatschicht. Bei der Anbringung des Etiketts an den Objektträger wird das Laminat abgelöst und der unbedruckte Teil direkt über den Barcode gezogen und festgeklebt, wodurch eine wasserabweisende Schutzbarriere geschaffen wird. Die Laminierung verhindert, dass der Barcode in direkten Kontakt mit Reagenzien gerät. So werden der Barcode und damit die Kennzeichnung des Patienten effektiv geschützt. Darüber hinaus hat Computype eine Lösung entwickelt, die den On-Demand-Druck der Etiketten in der Klinik ermöglicht. Auf diese Weise können Objektträger in Abhängigkeit von den jeweiligen Prozessen und Anforderungen mit selbstgedruckten Etiketten versehen werden.

Bald nach der Einführung der Lösung mit FLAP-Etiketten wurde auch eine Optimierung der Barcode-Etiketten zur Kennzeichnung des Reagenzienbestandes ins Auge gefasst. Die bislang verwendeten Etiketten erwiesen sich als problematisch, weil sie an der unebenen Oberfläche der Behältnisse nicht hafteten. Der bewährte Partner Computype hat daher eine maßgeschneiderte Etikettierlösung entwickelt, die durch einen dicken Klebstoff das Abfallen oder Ablösen des Etiketts verhindert. Auch diese Etiketten werden mit transparentem Polyester laminiert, um Schäden durch aggressive Chemikalien und Abrieb zu verhindern. Die von Computype vorgedruckten, fortlaufend nummerierten Barcodes kommen nun an den Reagenzienspendern zum Einsatz. Um das vom Endnutzer benötigte Volumen zu bearbeiten und die einzelnen Reagenzien eindeutig zu kennzeichnen, sind 1000 verschiedene Teilenummern erforderlich. Mit dem Abfolgemanagement, von Computype können Teil- und Sequenznummern zuverlässig nachverfolgt und Duplikate vermieden werden. Das nächste gemeinsame Projekt bestand in der Entwicklung von RFID-Etiketten zur Nachverfolgung der derzeit im Krebsdiagnoseverfahren verwendeten Reagenzien. Die Reagenzien werden in Kunststoffspendern mit fünf bis sieben beweglichen Teilen aufbewahrt, die so konzipiert sind, dass sie direkt auf die Krebsdiagnoseinstrumente passen. Das Problem bestand darin, die Software, Drucker und RFID-Tags so zu integrieren, dass die Informationen korrekt codiert und anschließend der zugehörige Text und Barcode gleichzeitig oben auf das Etikett gedruckt werden konnten.

Auf eine vorhandene Lösung konnte nicht zurückgegriffen werden, da ein Codierungsproblem vorlag, das der Lieferant nicht beheben konnte. Den Software-Experten von Computype ist es gelungen, das Codierungsproblem zu identifizieren und zu beseitigen. Anschließend haben sie ein RFID-Tag entwickelt, das die Nachverfolgung der Reagenzien ermöglicht. Die Reagenzien werden nun auf Regalen in Behältnissen gelagert, die anhand der von Computype entwickelten RFID-Etiketten eindeutig gekennzeichnet sind. Mithilfe dieser Technologie können Daten während des Prozesses auf den Chip codiert, der Barcode und andere benötigte Informationen auf das Etikett gedruckt und der Hybrid-Barcode an die Reagenzienbehältnisse angebracht werden. Das umfassende Know-how von Computype im Bereich RFID-Integration hat eine nahtlose Umstellung von der Data-Technologie zu einer kosteneffizienteren Lösung mit RFID-Hybrid-Etiketten ermöglicht. Darüber hinaus erlaubte der Wechsel zu einem RFID-Lesegerät, das direkt am Instrument eingesteckt werden kann, die zuverlässige Nachverfolgung aller verwendeten Reagenzien.

Kurz darauf wurde die Etikettendruckerserie eingestellt, sodass eine neue Lösung für den Druck erforderlich war. Die Zeit drängte, da ein Stillstand der RFID-Etikettenproduktion ungeplante Ausgaben und Ressourcen mit sich gebracht hätte. Dank der Softwarekompetenz von Computype waren unsere Spezialisten in der Lage, die vorhandene Software so umzuprogrammieren, dass sie in neue Drucker integriert werden konnte. Auf diese Weise konnte verhindert werden, dass die Produktion aufgrund einer veralteten Druckertechnologie zum Stillstand kam.

Als neuer Partner des Vertrauens wurden wir vom Kunden darauf angesprochen, ob es auch möglich sei, ein FLAP-ähnliches Etikett ohne die oben beschriebene Laminiertechnik zu entwickeln. Da ein neues Instrument für die Erstdiagnose der Zellproben entwickelt worden war, hatte sich nämlich herausgestellt, dass die FLAP-Etiketten aufgrund des innovativen Prozesses der neuen Testplattform nicht mehr benötigt wurden. Mit dem neuen Instrument werden die Proben zunächst weniger aggressiven Reagenzien ausgesetzt, um festzustellen, ob Krebsanzeichen vorliegen, bevor die bislang verwendete intensive Behandlung mit dem automatisierten Gerät durchgeführt wird. Die Entwicklung eines Etiketts ohne schützende Laminierung, das die verwendeten Reagenzien und Prozesse unbeschadet übersteht, erwies sich als besondere Herausforderung. Computype verbrachte mehr als sechs Monate damit, verschiedene Kombinationen aus Etiketten, Beschichtungen und Farbband zu entwickeln und zu testen. Nachdem über 100 verschiedene Dreierkombinationen getestet worden waren, wurde eine potenzielle Lösung gefunden: ein chemikalien- und reagenzienbeständiges Etikett, das einen zeit- und kosteneffizienteren Prozess für die Krebsdiagnose ermöglicht.

Mit der Zeit wurde außerdem der Einsatz von höherwertigen Blanko-Etiketten ins Auge gefasst. Die Wahl fiel auf Computype, da unsere Lösung eine bessere Druckqualität, visuelle Aufmachung und Haftung bot als die Produkte der Konkurrenz. Blanko-Etiketten werden vor allem zur Kennzeichnung von Versandverpackungen verwendet. Gelegentlich kommen sie auch zu Identifizierungszwecken direkt auf den Produkten zum Einsatz.

Wie Computype den Kunden unterstützt hat:


Gemeinsam mit dem Kunden ist auch Computype gewachsen und hat sich als wichtiger Partner für kooperative Innovation etabliert. Computype hat entschieden, einen Vollzeitmitarbeiter als örtlichen Solutions Manager an den Hauptsitz des Unternehmens zu entsenden. Die Stelle wurde geschaffen, um den Kunden einen Ansprechpartner an die Seite zu stellen, der jederzeit vor Ort verfügbar ist und diesen durch schnellen Service und kompetente Störungsbeseitigung unterstützt. Der örtliche Solutions Manager ist an allen Arbeitsbereichen des Unternehmens beteiligt und stellt sicher, dass unsere Produkte nahtlos in die jeweiligen Prozesse integriert werden. Eventuell auftretende Störungen werden vom Solutions Manager umgehend beseitigt. Computype legt großen Wert darauf, die Beziehung zu diesem Partner aufrechtzuerhalten, dem wir bereits seit vielen Jahren mit unseren Produkten zur Seite stehen. Gemeinsam haben wir zahlreiche Herausforderungen überwunden und unter Beweis gestellt, dass wir bereit sind, Innovationen zu schaffen, um unseren Kunden aus aller Welt den bestmöglichen Service zu bieten.

Nach langjähriger Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Lösungen ist dies auch heute noch eine Partnerschaft, die Computype in hohem Maße schätzt. Mit dem von uns entwickelten FLAP-Etikett, das nahtlos in den automatisierten Prozess integriert werden konnte, ist Computype zu einer wichtigen Ressource geworden, die den Kunden durch wertvolle Produkte und Leistungen unterstützt, um Patienten schnellere und präzisere Krebsdiagnosen zu liefern. Unsere RFID-Lösung ermöglicht eine zuverlässige Nachverfolgung der Reagenzien. Dank unserer Software ist es außerdem gelungen, die bestehenden Codierungsprobleme zu lösen, sodass selbst während der Technologieumstellung eine reibungslose Produktion möglich war. Durch Know-how, Service und Engagement für unsere Partner und Kunden ist es uns gelungen, einen großen Mehrwert für unsere Kunden und ihre Betriebsabläufe zu schaffen. Unsere zuverlässigen und nachhaltigen Lösungen gewährleisten eine hohe Präzision und Benutzerfreundlichkeit sowie einen hervorragenden Service für die Wissenschaftler im Labor. Wir sind stolz darauf, einen Beitrag zu einer besseren Patientenversorgung leisten zu können